Sonntag, 22. Dezember 2013

Menagerie



Jedes Kind bekommt einen Klumpen aus Teig. Schon der erste Arbeitsschritt - kleine Kugeln zu rollen - wird nicht all zu ernst genommen. Es werden lange Würste, platte Pfannkuchen und neuartige Organismen geformt. Runde Kugeln sind eher ein Zufallsprodukt. Der zweite Schritt scheint allen besser zu gefallen. Mit Cornflakes und Schokoladentropfen werden Ohren, Augen und Nasen  angefertigt. Am Ende gibt es einen ganzen Zoo - Mäuse, Hunde, Schlangen, Fledermäuse und Pandabären tummeln sich auf dem Blech.


Bethmännchen

250 g Marzipanrohmasse
1 Ei
80 g Puderzucker
65 g gem. Mandeln
40 g Mehl
Cornflakes
Schokotropfen oder Zuckerperlen

Die Marzipanrohmasse grob hacken. Das Ei trennen. Den Puderzucker sieben. Marzipan, Puderzucker,  Mandeln, Mehl und Eiweiß verkneten und für ca. 1 Stunde kalt stellen. 
Den Backofen auf 150°C vorheizen. Aus dem Teig ca. 35 Kugeln formen und verzieren. Evtl. mit dem Eigelb und einem EL Wasser glasieren. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und etwa 15 min backen.



Quelle: Brigitte + Nido





Donnerstag, 19. Dezember 2013

Nebendarsteller


Manchmal sind es die kleinen Dinge, die in den Fokus geraten. Im Kopf hatte ich ein Bauernbrot mit Roastbeef. Schlicht. Rustikal. Und dann habe ich dieses Rezept gefunden. Neue Zutaten kamen ins Spiel. Gurken, Chili und Limetten. Plötzlich trat das Roastbeef in den Hintergrund. Obwohl es in der Kombination sehr gut ist, braucht man es nicht unbedingt. Das Gurkenrelish auf geröstetem Brot - vielleicht noch mit Frischkäse - ist eine feine Gaumenfreude.

Gurkenrelish

1 Stück Salatgurke
1 große rote Chilischote
1 Frühlingszwiebel
Petersilie
2 EL Limettensaft
1 TL Zucker, 1 EL Öl, Salz

Bauernbrot
Salat
Butter

Die Gurke halbieren, Kerne entfernen und fein würfeln. Die Chilischote aufschneiden, von den Samen befreien und fein schneiden. Getrocknetes Chili reicht allerdings auch aus. Petersilie hacken. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Limettensaft und Zucker verrühren, bis dieser sich aufgelöst hat. Alle vorbereiteten Zutaten und das Öl unterrühren und mit Salz abschmecken.
Und dann mit dem Brot und dem Roastbeef kombinieren.

Quelle: "Sandwich & Toast" von Margit Proebst


Donnerstag, 12. Dezember 2013

Naan


Es ist Zeit für ein neues Brot. Im Kopf eine Erinnerung an indisches Fladenbrot. Mit Hummus. Gurken-Raita. Knoblauch. Vor einiger Zeit haben wir es zufällig im Zoo entdeckt. Obwohl wir schon viele Male die Elefanten besucht haben, wurde der kleine indische Imbiss immer links liegen gelassen. Jetzt ist der Imbiss im Winterschlaf. Und wir versuchen den Geschmack wieder zu finden. Wir rollen flache Brote aus und stehen geduldig vor dem Ofen. Schauen zu, wie sich der dünne Teig ausbeult und goldbraun wird. Es schmeckt so, wie wir es uns vorgestellt haben.


Naan

1 TL Trockenhefe
1 TL Zucker
275 g  Weizenmehl
1 gestrichener TL Salz
1 gestrichener TL Backpulver
1 EL Sonnenblumenöl
75g Naturjoghurt (3,5% Fett)

Hefe mit Zucker in 75 ml lauwarmem Wasser auflösen und 15 min gehen lassen.
Mehl, Salz und Backpulver mischen und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Wasser-Hefe-Mischung, Öl und Joghurt hineingeben und zu einem glatten Teig verkneten, wenn nötig noch etwas Wasser hinzufügen. Teig zugedeckt 2 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Backofen auf 200°C vorheizen. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche nochmals durchkneten, in 8 Portionen teilen und zu ovalen Fladen ausrollen. Auf mit Backpapier belegte Bleche legen und nacheinander 4-5 min von beiden Seiten backen. Dann jeweils 30-60 sek unter dem heißen Grill bei 250°C bräunen.

Quelle: "Drunter & Drüber" von Schulz/Jahnke

Sonntag, 8. Dezember 2013

Tatooine


C-3PO steht etwas verloren in der Landschaft. Wahrscheinlich weiß er nicht genau wozu er gebeten ist.  Auf den ersten Blick gibt es auch keinen Zusammenhang zwischen diesem Zitronenkuchen und einem Droiden. Eigentlich passt er aber ganz gut in diese unwirtliche Gegend. Ein Wüstenplanet, der von Schmugglern und Kopfgeldjägern heimgesucht wird. Riesige Wüsten und gigantische Sandstürme machen das Leben auf diesem Planeten fast unmöglich. Trotzdem gibt es immer wieder Lebewesen, die sich perfekt an die schwierigen Verhältnisse angepasst haben.


Zurück in der wirklichen Welt entpuppte sich der Zitronenkuchen als sehr saftig…..

Lemon-Bars

120g Mehl
60g Kristallzucker
1/4 - 1/2 TL Salz
112g Butter ( in kleine Würfel geschnitten)

2 große Eier
120g Backzucker ( ist feinkörniger als normaler Zucker - wir haben allerdings den normalen genommen)
2 EL Mehl
1 Prise Salz
2 TL Zitronenzesten
60ml Zitronensaft

Ofen auf 180°C vorheizen. Mehl, Zucker und Salz mischen. Butter hinzufügen und mit den Händen kneten, bis der Teig krümelig ist. In eine eckige, 20 cm große, mit Backpapier ausgelegte Backform drücken. Ungefähr 20 min backen, bis die Oberfläche hellbraun ist.
Für die Füllung Eier, Zucker, Mehl und Salz schaumig rühren. Zitronenzesten und den Saft nach und nach zufügen. Über die gebackene Kruste geben ( kann noch heiß sein) und 15 - 18 min backen. Komplett auskühlen lassen. In schmale Schnitten schneiden und mit Puderzucker bestreuen.

Quelle: Die Idee zum Backen hatten Thu und Sören nach einem Rezept von Küchenschabe

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Der richtige Fisch


Es gibt nicht viele Möglichkeiten die Kinder für Fisch zu begeistern. Bei dem Kleinen ist es noch einfach, weil er sowieso zu allen Fischstücken "Fleischklösschen" sagt. Der Große aber wittert überall Gefahr. "Was ist das für Fisch?" lautet die Frage - drängend, ohne längere Erklärungen abzuwarten. Wenn ich sage, dass es der gleiche Fisch ist, aus dem Fischstäbchen gemacht werden, nähern wir uns einer Einigung. Vorsichtig wird der Fisch probiert und als essbar befunden.
Bei dieser Thunfischcreme wird nichts in Frage gestellt. Im Gedächtnis des Großen ist es als ein positives Geschmackserlebnis abgespeichert.

Thunfischcreme

1 Dose Thunfisch
250g Mascarpone
Salz, weißer Pfeffer
Bauernbrot

Thunfisch und Mascarpone werden mit einer Gabel zerdrückt. Die Konsistenz sollte nach Geschmack sein: entweder grob vermischt oder fein püriert. Evtl. etwas Sahne oder Milch hinzufügen, um die Konsistenz cremiger zu machen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann kann man mit weiteren Zutaten spielen: Kapern, Frühlingszwiebeln, Tomatenwürfel etc.
Brotscheiben rösten und mit der Thunfischcreme bestreichen.

Nachsatz: Auch wenn ich darauf achte, was für Fangmethoden auf den Thunfischdosen stehen, bin ich mir nicht sicher, was wirklich "artgerecht" ist. Bei Fisch bin ich oft überfordert, weil ich nicht weiß, welchen Fisch ich überhaupt noch essen darf und welchen nicht…..

Sonntag, 1. Dezember 2013

Auf der Straße




Die Straßen erinnern an Schienen einer Holzeisenbahn. Man kann endlose Geraden und Kurven bauen - Landstraßen, Kreisel oder mehrspurige Stadtstraßen. Unsere Straßen lassen wir in einem natürlichen Braun - zurückhaltender Asphalt, rissig, an einigen Stellen verzogen, aber ein zuverlässiges Material. Dafür bekommen die Fahrzeuge Farbe. Wir lackieren sie in blau, rot, grün und gelb. Die Kinder testen das Kolorit sehr genau - an den Zungen kann man den ganzen Tag genau erkennen, welche Substanz sie bevorzugt haben. Und dann setzen wir die Autos auf die Landstraße: gemütliche Familienkutschen, schnelle Sportwagen, einige Oldtimer und gesellige Biker-Gruppen. 




 Mürbekeks mit Zuckerglasur

150g Zucker
150g weiche Butter
1/2 TL Salz
2 EL Milch
2 TL Vanilleessenz
1 Ei
300g Mehl
1 TL Backpulver
Zuckerglasur ( Puderzucker, Zitronensaft, Lebensmittelfarbe)

Zucker, Butter und Salz schaumig rühren. Milch, Vanilleessenz und Ei dazugeben und erneut gut durch mixen. Mit einem Holzlöffel Mehl und Backpulver einrühren, bis ein knetbarer Teig entsteht. 2 Kugeln formen, in Frischhaltefolie einwickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank legen, bis der Teig zum Ausrollen fest genug ist.
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen und Plätzchen ausstechen. Die Kekse 12-15 min backen, bis sie goldbraun sind. Auf einem Rost auskühlen lassen und glasieren.



Freitag, 29. November 2013

Auf Reisen


Die Paprika grillt im Backofen und wirft erste Blasen. Noch ist Zeit. Vor mir liegt der Manchego. Ein spanischer Schafskäse. Viel weiß ich nicht über ihn. Ich fange an darüber zu lesen.

Wieder treibt es mich in den Süden. La Mancha. Ein rauhes Klima. Am Tage glühende Hitze und in der Nacht klirrender Frost. Hier gedeihen nur wenige dürre Pflanzen. Thymian. Wilder Hafer. Ein paar Schafe überqueren die Pyrenäen und wandern durch die spanischen Regionen, bis sie in "La Mancha" sesshaft werden. Der Witterung trotzen. Vor meinen Augen Bilder von verstreuten Schafherden und traurigen Helden, die gegen Windmühlen ziehen...

Das Rot der Paprika wird langsam dunkelbraun. Zeit sie herauszunehmen.

Röstbrot mit Paprika und Manchego

1 - 2 Paprikaschoten
Manchegokäse
Petersilie
Olivenöl
Paprika-Senf-Sauce
Salz
1 - 2 Scheiben italienisches Landbrot

Die Paprika putzen und vierteln. Im Backofen grillen bis die Haut Blasen wirft und dunkelbraun bis schwarz wird. Ein nasses Handtuch darüber legen und auskühlen lassen. Die Haut von der Paprika ziehen, in Stücke schneiden, salzen und in Olivenöl einlegen. Wem das zu viel wird, kann auch eingelegte Paprika aus dem Glas nehmen.
Das Brot mit der Paprika und dem Manchego-Käse belegen. Die Paprika-Senf-Sauce auf den Käse träufeln und mit der gehackten Petersilie bestreuen.



Dienstag, 26. November 2013

Zu Besuch bei Èva



Sonntag. Das erste Bloggertreffen. Ich bin ein wenig aufgeregt, weil ich nicht weiß, was mich erwartet.    Dann stehe ich mit Kind und Kegel vor der Tür von Èva. Einmal war ich schon bei ihr zu Gast und habe mir staunend all die Kunstwerke in ihrer Wohnung angesehen. Jetzt ist ihre Wohnung ein kleiner Bienenstock. Die Kaffeetafel biegt sich unter den vielen feinen Sachen. Kuchen, Muffins, Vanille-kipferl, Brot und Käse.  Bloggerinnen aus Hannover, Braunschweig und Hameln haben sich um den Tisch versammelt. Alte Hasen. Und schöne Blogs! Einige habe ich schon länger still gelesen, andere sind mir noch neu. Es ist schön zu den Blogs den Menschen kennen zu lernen, der dahinter steckt.
Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Anfängerfehler. Beim nächsten Mal mache ich es besser.
Vielen Dank für das schöne Kennenlernen!
Mit dabei waren: Anette von Lebenslustiger, Meike von Frau Wien , Viola von Kikabu, Thu von Schickgewickelt, Regina von paula b., Claude von Greta und das Rotkäppchen, Corana von Wohnraumformer, Marie von Lillemo, Jenny von Gören-Rabauken

Sonntag, 24. November 2013

Labyrinth


Ein System von Linien, Wegen und Abzweigungen. Die Kugel rollt. Manche Wege sind zu schmal, andere münden in Sackgassen. Bleibt die Kugel stecken, wird sie kurzerhand aufgegessen.
Die größte Herausforderung ist es gleichmäßige Schlangen zu formen - immer wieder brechen sie und müssen geflickt werden, aber dann stehen alle Mauern. Rote und grüne Linien weisen den Weg und führen in die Irre.



350g Mehl
100g Zucker
geriebene Schale einer Bio-Zitrone
1 Prise Salz
3 EL Zitronensaft
1 Ei
125g Butter
Lebensmittelfarbe

Den Teig gut verkneten und für ca. 30 min in den Kühlschrank stellen. Dann den Teig zu einem Quadrat ausrollen. Ein Labyrinthmuster auf Backpapier zeichnen. An allen vier Seiten genug Teig abschneiden, um später die Mauern daraus zu rollen. Labyrinthmuster mit der Rückseite eines Pinsels auf den Teig durchdrücken.
Den Restteig teilen: Aus der einen Hälfte dünne Schlangen rollen. Die durchgedrückten Labyrinth-Rillen mit Milch bepinseln. Mit den Teigschlangen eine Mauer bauen. Diese wieder mit Milch bepinseln. Die andere Teighälfte mit Lebensmittelfarbe einfärben, zu Schlangen rollen und damit die Mauer erhöhen.
Eigentlich soll man das Labyrinth blind backen. Mich hat es sehr viel Geduld gekostet die getrockneten Erbsen aus dem gebackenen Teig zu pulen. Das nächste Mal würde ich es sein lassen.
Im vorgeheizten Ofen 20 - 25 min bei 200°C backen.


Quelle: "Das große Buch vom Backen und Bauen" von Kreider-Stempfle/Frensemeier

Freitag, 22. November 2013

Zusammenspiel


An der Wursttheke lächelt mich die Gänsebrust traurig an. Sie sieht nicht mehr ganz frisch aus und der Fettrand macht seinem Namen alle Ehre. Ich nehme sie trotzdem. Sicherheitshalber lasse ich mir noch etwas Parmaschinken mitgeben. Manchmal weiß man schon im Geschäft, dass man die falsche Entscheidung getroffen hat.
Zuhause bestätigt sich dann das Bauchgefühl. Die Gänsebrust liegt schlapp auf den Linsen, will keine Form annehmen. Auch die Wärme der Fotolampe tut ihr nicht gut - grau und glänzend verweigert sie ihren Auftritt. Es folgt der Geschmackstest. Im Mund wird es mehr und mehr, und ich schmecke nur noch Fleisch.
Alles auf Anfang. Dieses Mal nehme ich den luftgetrockneten Parmaschinken. Und plötzlich schmecke ich alles: Linsen, Ingwer, Knoblauch, Petersilie und Schinken.
Armes Gänschen - in diesem Leben kommen wir wohl nicht mehr zusammen.....

Crostini mit Linsencreme und Parmaschinken

1 walnussgroßes Stück Ingwer
1 Knoblauchzehe, 1 kleine Zwiebel
1 EL Ghee ( ersatzweise Butterschmalz)
100g rote Linsen
1/2 TL Kurkuma
200 ml Gemüsebrühe
1-2 TL Zitronensaft, Salz, Cayennepfeffer
Petersilie

Baguette
Butter
Parmaschinken (oder wer mag: geräucherte Gänsebrust)

Für die Linsencreme Ingwer, Knoblauch und Zwiebel fein hacken. Ghee in einem Topf erhitzen und Ingwer, Knoblauch und Zwiebel darin 2-3 min anbraten. Linsen und Kurkuma dazugeben und unter Rühren kurz mitbraten. Mit einem Drittel der Gemüsebrühe ablöschen und einkochen lassen. Dann - wie bei einem Risotto - die Brühe nach und nach dazugeben und einkochen lassen. Dann bei schwacher Hitze so lange quellen lassen, dass sie noch etwas Biss haben. Mit Zitronensaft, Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Abkühlen lassen. Ich mag es, wenn es noch lauwarm ist.
Linsen pürieren ( nicht zu fein), Petersilie grob hacken und drunter mischen.
Brot rösten, mit Butter und Linsencreme bestreichen und den Schinken in Röllchen darauf legen.

Quelle: "Sandwich und Toast" von Margit Proebst

Dienstag, 19. November 2013

Herbstbrot










Wenn im Herbst in der Lombardei die Kühe müde von der Alm in ihre Ställen getrieben wurden, wurde er gekäst: Stracchino verde - der  grüne Müde aus Gorgonzola. Eine andere Geschichte erzählt, dass ein Melker des Nachts von einer hübschen Magd von der Arbeit abgehalten wurde. Die Milch vom Abend war am nächsten Morgen geronnen und wurde von dem müden Melker kurzerhand mit frischer Milch gemischt.


Gorgonzola - Birnen - Brot

Roggenbrot
gesalzene Butter
Gorgonzola
Birne
Walnüsse

Brot rösten. Abkühlen lassen und mit der gesalzenen Butter bestreichen. Walnüsse karamellisieren lassen. Gorgonzala, Birnenspalten und Nüsse stapeln.



Sonntag, 17. November 2013

Wilde Kerle


Sie haben schiefe Zähne, einige haben weiße Pocken im Gesicht, andere verwegene Bartstoppeln. Manche reißen das Maul auf oder haben Hörner auf dem Kopf. Und einige bestehen nur aus Augen.... Gefährlich sehen sie aber alle nicht aus. Sie schauen eher erstaunt in die Welt. Sie erinnern tatsächlich ein wenig an die sanften Monster von Monsieur Sendak.



Jedes Kind hat ein Kugel Teig vor sich liegen und formt ein kleines Monster. Mit der Schere werden Arme und Beine hinein geschnitten. Sie bekommen merkwürdige Frisuren und haben weit aufgerissene Mäuler. Und dann wird dekoriert: Zähne aus Mandelstiften, Augen aus Rosinen, Haare und Bart aus Mohn.

100 ml Milch
1 Prise Safran
50g Butter
20g Hefe
100 ml lauwarmes Wasser
400g Mehl
75g Zucker ( ich nehme mehr....)
1/2 TL Salz
1 Ei

Milch erhitzen, vom Herd nehmen und den Safran 15 min darin ziehen lassen. Anschließend die Butter darin ziehen lassen. Hefe und Wasser verrühren und beiseite stellen. Mehl, Salz und Zucker vermischen und eine Mulde hineindrücken. Safranmilch und Hefemischung hineingießen. Alle Zutaten mit einem Ei verkneten. Dann zwei Stunden an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig doppelt so hoch ist. Den Teig in acht Stücke teilen und loslegen: Monster formen und dekorieren.
1 Eigelb mit 1 EL Wasser verquirlen und die Monster damit bestreichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200°C 15 - 20 min backen.

Quelle: "Das große Buch vom Backen und Bauen" von Kreider-Stempfle/Frensemeier


Freitag, 15. November 2013

Mondlandschaft


Von oben betrachtet sieht es aus wie eine Landschaft, die von Kratern und tiefen Gräben durchzogen ist. Bizarre Steinformationen und Sand überziehen die Ebene. Aber statt aschgrauen Mondlichtes ist der Laib goldbraun und knusprig.

Irgendwann habe ich angefangen mich intensiver mit Backwaren auseinanderzusetzen. Welche Bäckereien backen denn noch selbst? Können kleine Bäckereien den Marktanforderungen überhaupt noch standhalten? Wo bekommen sie ihre Backwaren her? Was ist alles in den abgepackten Broten, die man im Supermarkt bekommt? Je mehr ich mich damit beschäftigte, um so schwindeliger wurde mir. Backmischungen, Enzyme, die nicht deklariert werden müssen, gefrorene Waren aus Warschau - alles Dinge, über die ich mir bisher nicht viele Gedanken gemacht hatte. Ratlosigkeit mischt sich mit Wut - wo soll das hinführen, wenn ein Handwerk systematisch kaputt gemacht wird?

Seitdem versuche ich selber zu backen. Das gelingt mir im Alltag natürlich nicht immer. Ich kaufe auch beim Bäcker ( von dem ich weiß, dass er selber backt....), und dann wandert auch mal - aufgrund von Kinderwünschen oder plötzlichen Heißhunger-Attacken -  das ein oder andere abgepackte Butterhörnchen in meiner Tasche.

In diesem Blog sind bisher alle Brote selbst gebacken. Mehl, Hefe, Sauerteig und Salz sind die Grundzutaten. Manchmal gesellen sich etwas Zucker, Gewürze, Butter oder Olivenöl dazu.
Bisher gibt es:

- Italienisches Bauernbrot

- Roggen-Sauerteig-Brot

- Pain paillasse

- Buttertoast

- Focaccia


Mittwoch, 13. November 2013

Farbspiel


Nicht immer passen die Brote in die richtige Jahreszeit. Bei diesem denke ich eher an laue Sommerabende mit  Rotwein auf dem Balkon. Fledermäuse huschen durch die Dämmerung, die ersten Sterne senden zitternde Lichtsignale und das Gemurmel der Nachbarn dringt durch die geöffneten Fenster. Gedanken wie kleine Inseln, wenn einem der kalte Novemberwind um die Ohren pustet.

Bruschetta antipasto
(für zwei Brote)

1 Zucchini
1 gelbe + 1 rote Paprika
1 Knoblauchzehe
Tomaten
1 Kugel Mozzarella
Basilikum
Olivenöl
Balsamicoessig
Salz, Pfeffer
Brot

Paprika vierteln und entkernen. Im Backofen unter dem Grill rösten, bis die Haut hellbraun wird und Blasen wirft. Dann ein feuchtes Handtuch darüber legen und zur Seite stellen. Zucchini in dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl bestreichen, salzen und in der Grillpfanne rösten. Paprika häuten und in Stücke schneiden, Tomaten schneiden, Mozzarella würfeln, Zucchinischeiben hinzufügen. Alles mit 2 EL Essig und 2 EL Olivenöl vermischen. Salzen, pfeffern und  - wer mag - eine halbe zerdrückte Knoblauchzehe zugeben.
Das Brot rösten, mit der anderen Hälfte der Knoblauchzehe bestreichen und mit dem Antipasto belegen.

Sonntag, 10. November 2013

Perlentaucher


Sonntagmorgen. Noch im Schlafanzug leeren die Kinder die silbernen Perlen auf dem Tisch aus. Sortieren sie, teilen sie genau auf und lassen die eine oder andere heimlich im Mund verschwinden. Wir denken uns Geschichten aus, wo wir die Muscheln gefunden haben. Wir sind getaucht und haben sie auf dem Meeresgrund unter schillernden Fische und Haien entdeckt oder wir haben sie unter vielen anderen Muscheln am Strand gefunden. Die Schalen haben wir am Vortag ausgekocht. Und auch der Teig hat schon die letzte Nacht im Kühlschrank verbracht. In jede Muschel werden mehrere Perlen gelegt und unter dem Teig versteckt.


Madeleines

80g Butter
3 große Eiweiß
100g Puderzucker
60g Mehl
40g fein gemahlene Mandeln

Die Butter erhitzen und beiseite stellen. Das Eiweiß steif schlagen. Puderzucker mit dem Mehl sieben und mit den Mandeln vermischen. Das Eiweiß darunterziehen. Die abgekühlte Butter dazu rühren bis sich Teig und Butter verbinden. Dann über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Am nächsten Tag die Madeleine-Förmchen oder Muschelschalen buttern und mit Mehl bestäuben. Backofen auf 180 - 190 °C vorheizen. Mit einem Teelöffel den Teig einfüllen und 15 - 20 min backen. In den großen Jakobsmuscheln brauchen sie dementsprechend länger. Sie sind fertig, wenn sie goldbraun sind.
Nachtrag: Wir waren lange auf der Suche nach den richtigen Perlen. Schließlich haben wir uns für silberne Lakritzperlen entschieden. Beim Backen haben sie sich aber leider aufgelöst. Geschmacklich ist die Verbindung von Lakritz und Madeleine-Küchlein auch gewöhnungsbedürftig. Besser ist es kleine Zuckerperlen zu nehmen, die tatsächlich zum Backen benutzt werden sollen!


Quelle: Nach einem Rezept von Lea Linster aus "Einfach und genial"

Dienstag, 5. November 2013

In den Pilzen


Pilze sind für mich eine Kindheitserinnerung. Wenn ich in alten Fotoalben blättere und mir die Bilder von unseren Familienurlauben anschaue, sehe ich meine Schwester und mich in kurzen Kniebundhosen und Wanderstiefeln durch den Wald stromern. Ich erinnere mich, dass mein Vater uns Blindschleichen und Salamander zeigte. Meine Mutter baute mit uns kleine Welten aus Moos und Tannenzapfen. All die Anstrengungen - schmerzende Füße, Müdigkeit, Geschwisterstreit - sind verschwommen.
Im Kopf sind Bilder von Springkraut, Blaubeeren und Pilzen geblieben. Auf der Veranda wurde die Beute auf Zeitungspapier ausgebreitet und mit einem Handbuch bestimmt. Meistens waren es Maronen. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir je andere Pilze gesammelt haben. Mit Maronen kannten wir uns jedenfalls aus.

Röstbrot mit gebratenen Pilzen

Eine Scheibe Brot (ich habe ein Roggensauerteigbrot genommen)
Kräuterbutter
gem. Pilze ( Champignons, Kräuterseitling, Pfifferlinge - wie man es mag)
Butter, Salz, Pfeffer, Basilikum

Brotscheibe im Kontaktgrill rösten und etwas abkühlen lassen. Kräuterbutter aus Butter, Basilikum und Salz zusammenrühren. Petersilie ist auch eine gute Wahl. Pilze säubern, in grobe Stücke schneiden und in Butter braten. Salzen und pfeffern.
Das Brot mit Kräuterbutter bestreichen und Pilze darauf stapeln.


Samstag, 2. November 2013

Baukasten


Auf dem Tisch stehen kleine Schüsseln mit verschiedenen Zutaten. Frischkäse mit Mangochutney. Gebratenes Huhn. Mango. Tomatenwürfel. Salat. Das Toastbrot ist noch zu warm, um es zu schneiden. Wir riskieren es und stapeln Schicht auf Schicht. Süß und salzig, kalt und warm vereint sich zwischen den Broten.
Aber wie soll man es essen? Man kann es mit Messer und Gabel versuchen, was in der Öffentlichkeit zu empfehlen wäre. Wir nehmen die Hände. In Sekundenschnelle bricht die Statik zusammen. Es ist gut, dass uns niemand sieht.

Tramezzini mit Mangocreme und Hähnchenbrust

1-2 Hähnchenbrustfilets
Salz, Cayennepfeffer
100g Frischkäse
2 EL Mangochutney
1 reife Mango
Tomaten, Salat
Toast

Das Hähnchenfleisch in Scheiben schneiden. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen. In der Pfanne goldbraun braten.
Den Frischkäse mit dem Mangochutney verrühren. Die Mango schälen und in Spalten schneiden. Die Tomate entkernen und würfeln.
Die Toastscheiben im Kontaktgrill rösten und diagonal teilen. Die Dreiecke auskühlen lassen und mit der Mangocreme bestreichen. Und dann - wie man möchte - belegen.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Im Eis


Der Eskimo stapft durch den tiefen Schnee. Die Kälte treibt die Tränen über die Wangen. Endlich ist es in Sicht. Die Schritte werden schneller. Erleichtert lässt er seinen Fang fallen. Große, glänzende Fische. Er kriecht in das Iglu - warm, sicher, zu Hause.
Für die Bausteine schneidet Oskar Rauten aus dem Teig - alle in unterschiedlichen Größen. Und immer wieder werden die Hände in Mehl gebadet. Wie Ziegelsteine werden die Rauten im Ofen gebacken. Es duftet nach Vanille. Und endlich kommt die Verstärkung. Kayla und Oskar pinseln eine Schüssel von aussen mit weißer Schokolade an. Schicht für Schicht. Die Kleinen möchten auch helfen, aber sie werden energisch vom Tisch vertrieben. Dann wird zuerst der Eingang an das Iglu geklebt. Die Rauten sollen der Größe nach um die Schüssel geklebt werden. Die Kinder halten sich nicht an den Bauplan. Sie spielen Tetris. Es darf keine Lücke bleiben. Das Iglu wird in die Kälte verbannt.



Dann kommt der große Moment. Alles scheint fest zu sein. Sollen wir das Iglu aus der Schüssel lösen? Die Kinder entscheiden, dass erst fotografiert werden soll. Wieder schneit es Puderzucker auf das runde Haus. Daneben werden Lakritz-Fische drapiert.
Aber wir sind zu ungeduldig - als wir versuchen die stützende Schüssel herauszuziehen, bricht das Bauwerk zusammen. Wir haben es nicht lange genug in der Kälte gelassen.
Jetzt schlägt die Stunde der Kleinen - endlich können sie sich auf die Trümmer stürzen und lassen sie in ihren verschmierten Mündern verschwinden.



300g Mehl
100g Zucker
60g gem. Mandeln
60g gem. Haselnüsse
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
225g Butter
200g weiße Schokolade ( ich würde es das nächste Mal mit Kuvertüre probieren in der Hoffnung dass sie besser härtet )

Den Teig gut verkneten und ca. 30 min kaltstellen.
3 u-förmige Kipfel für den Eingang formen. Den restlichen Teig 5 mm dick und rechteckig ausrollen. Den Teig in 1cm, 1,5cm und 2cm breite Streifen schneiden. Aus den Streifen Bausteine in Form von Trapezen schneiden. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C 8 - 10 min backen. Abkühlen lassen.
Die Schokolade schmelzen.
Ein Schälchen auf den Kopf stellen, mit Frischhaltefolie abdecken und straff ziehen.
Ein Kipferl mit Schokolade bestreichen und an die Schale kleben. Zwei weitere an das erste kleben. Das ist der Eingang. Die Schokolade über der Schale verteilen. Erkalten lassen, und wieder eine Schicht auftragen. Diesen Vorgang wiederholen bis das Iglu stabil ist.
Die Bausteine Reihe für Reihe von unten nach oben ankleben - unten die größten und oben die kleinsten Steine. Den Iglu im Kühlschrank erkalten lassen, bis die Schokolade richtig hart ist ( 2 Std sind definiv zu kurz!)
Das Schälchen vorsichtig aus dem Iglu ziehen.

Quelle: "Das große Buch vom Backen und Bauen" von Kreider-Stempfle/Frensemeier

Sonntag, 27. Oktober 2013

Nachtschattengewächs


Im warmen Focaccia verschmilzt das dunkle Lila mit grünen, weißen und roten Tönen. Bisher habe ich um Auberginen einen großen Bogen gemacht. Wunderschön und glänzend, aber im essbaren Zustand meistens fettig und fade. Ich kann den Farben nicht widerstehen und nähere mich vorsichtig an.
Auch das Brot macht es mir nicht einfach - zuerst ist es zu viel Käse, dann stellt sich heraus, dass der Käse nicht zu der Aubergine passt. Erst bei dem dritten Versuch bin ich zufrieden. Wir werden uns wieder treffen, Nachtschattengewächs.

Focaccia mit Aubergine
( 1-2 Brote)

2 Scheiben Focaccia
Auberginenscheiben ( 2-3 Scheiben für ein Brot )
1 Tomate
Feta ( im Originalrezept wird Mozzarella genommen - ich mag Feta zu der Aubergine lieber )
1 -2 EL ger. Parmesan
Basilikum
Olivenöl

Auberginenscheiben mit Salz bestreuen und ca. 10 min Wasser ziehen lassen. Tomate entkernen und in kleine Würfel schneiden, Feta in Scheiben schneiden.
Auberginescheiben in der Grillpfanne rösten. Brot aufschneiden, 1 EL Olivenöl auf der Innenseite verteilen und die Zutaten schichten: Aubergine, Feta, Tomatenwürfel, Basilikum, Parmesan. Dann im Kontaktgrill ca. 3-4 min rösten bis der Käse geschmolzen ist.

Quelle: "Sandwich & Toast" von Margit Proebst

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Schnitzeltag


Zum Mittagessen gibt es Schnitzel mit Kartoffelsalat. Ein Schnitzel kann ich retten. Und jetzt schiebe ich das Senfglas auf die richtige Position, zupfe am Salatblatt herum und fotografiere das Brot von allen Seiten. Immer wieder muss ich Kinderhände aus dem Bild schieben, denen die Prozedur zu lange dauert. Endlich bin ich fertig - binnen Minuten ist das Brot verschwunden. Sollten meine Kinder eines Tages Vegetarier werden, werde ich ihnen viele lustige Geschichten erzählen können.....

Schnitzelbrot mit Zitronen-Senf-Butter
( für zwei )

2 Schweineschnitzel
1 Ei, Mehl, Semmelbrösel
Butterschmalz

30g weiche Butter
1 TL Dijonsenf
1/2 unbehandelte Zitrone
Salat
Brot ( ich habe geröstetes Toastbrot genommen )

Die Schnitzel mit Salz und Pfeffer würzen und panieren. Dann in Butterschmalz goldbraun und knusprig ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen  und abkühlen lassen.
Inzwischen die Butter mit dem Senf verrühren. Die Zitrone heiß abwaschen, die Schale fein abreiben und einen Teelöffel Saft auspressen. Beides unter die Butter rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Brot mit der Butter bestreichen und mit Salat und Schnitzel belegen.




Sonntag, 20. Oktober 2013

Teatime






Draußen stürmt der Herbst. Drinnen gibt es Lemoncurd auf gebuttertem Toast. Süß und sauer zugleich. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es lieber zum Frühstück oder am Nachmittag zu Tee und Scones mag. Es fühlt sich jedenfalls sehr britisch an und ich sehe mich mit Tweedjackett und Reiter-Stiefeln durch das Herbstlaub spazieren.

Lemon Curd
(für ca. 4 Gläser)

3-5 Biozitronen
175g Butter
500g Zucker
6 Eier

Von 3 Zitronen die Schale fein abreiben. Alle Zitronen auspressen und 180 ml Saft abmessen. Mit Butter und Zitronenschale erwärmen, bis die Butter flüssig wird. Zucker zufügen und unter Rühren erhitzen, bis der Zucker schmilzt und die Masse fast kocht.
Eier gut verquirlen und heiße Zitronenmasse unter Rühren zufügen. Creme wieder in den Topf geben und bei mittlerer Hitze immer weiter rühren, bis die Creme eindickt und kurz vor dem Siedepunkt ist. Sofort in heiß ausgespülte Gläser füllen und Gläser verschließen.

Quelle: "Drunter & Drüber" von Karen Schulz und Maren Jahnke

Mittwoch, 16. Oktober 2013




Hiermit hat es angefangen. Unterwegs in der Stadt - mit knurrendem Magen. In den Geschäften nur Bäckerbrötchen, die schon zu lange in der Auslage liegen, Salate in Plastikschalen gequetscht, Riesenpizza mit Käserand und an jeder Ecke Pappschachteln mit Asia-Nudeln. Nichts, was mich glücklich macht. Dann ist da dieses Cafè - meistens sitzen fast nur Omas da, am Mittag Geschäftsleute und am Nachmittag wieder die Omas zu Kaffee und Kuchen. Und dort finde ich, wonach ich suche. Röstbrot mit Ziegenkäse, Walnüssen und Thymian. Im Ofen überbacken - knusprig und würzig. Manchmal gibt es diesen Moment, wo es stimmt.

Und dieses Brot geht immer:

Toscanisches Weissbrot

400g Weizenmehl (Typ 405)
1/2 Würfel Hefe
1 TL brauner Zucker
 1/2 TL Salz
250 ml lauwarmes Wasser

In einer Schüssel Hefe, Zucker, Wasser und etwas Mehl zu einem Vorteig verrühren. Den Teig zugedeckt 20 min gehen lassen.
Den Vorteig mit dem restlichen Mehl und dem Salz verkneten. Den Teig wieder 30 min gehen lassen.
Noch mal gründlich kneten und auf ein Blech legen. Etwa 20 min gehen lassen bis sich das Teigvolumen um etwa ein Drittel vergrößert hat.
Eine Schüssel mit Wasser in den - nicht vorgeheizten - Ofen stellen. Das Brot bei 250 °C in etwa 30 min goldbraun backen.

Quelle: "Brot backen" von Marey Kurz

Montag, 14. Oktober 2013

Wolkenkratzer




Oskar und Kayla türmen Keks auf Keks. Dazwischen viel Marmelade. Ein Haus nach dem anderen entsteht - rund und eckig bis zu den Sternen. Nicht alle wachsen gerade in die Höhe. Trotzdem müssen die Finger den Turm halten bis die Marmelade getrocknet ist. Und nicht immer reicht die Kindergeduld - die Häuser sollen größer und größer werden. Ab und zu stürzt ein Gebäude ein. Wir bauen es wieder auf und lassen es noch weiter in den Himmel wachsen. Dann werden die Straßen gebaut. Der Asphalt aus gemahlenen Haselnüssen gibt der Stadt Struktur - neue Stadtviertel entstehen. Auf den Straßen fahren Autos - die Reifen aus Smarties, die Lastwagen haben Salzstangen geladen. Und dann fängt es an zu schneien......




400 g Mehl
200 g Zucker
200 g gemahlene Mandeln
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
350 g Butter (in Stückchen)

Den Teig gut verkneten und 30 min im Kühlschrank kalt stellen. Den Teig ausrollen (5 mm) und Plätzchen ausstechen - am besten Formen, die sich gut stapeln lassen ( Kreise, Rechtecke, Sterne etc.)
Im vorgeheizten Backofen 10 - 12 min bei 180°C goldbraun backen. Abkühlen lassen.

2 Tassen rote Marmelade erhitzen. Dann werden die Kekse mit der Marmelade bestrichen und zu Türmen gestapelt. Sobald die Türme getrocknet sind, können sie zu einer Statd zusammengestellt werden.

50 g Schokolade schmelzen. Aus kleineren Keksen werden die Autos gebaut. Als Autoreifen werden Smarties mit der geschmolzenen Schokolade angeklebt. Lastwagen kann man mit zerbrochenen Salzstangen beladen.
Zum Schluss lässt man Puderzucker schneien...


Quelle: "Das große Buch vom Backen und Bauen" von Ruth Kreider-Stempfle und Bettina Frensemeier

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Baguette mit Artischockencreme


Manchmal kommt die Idee zu backen so schnell, dass entweder die Zutaten nicht da sind oder das Backen zu lange dauert. Bei diesem Brot braucht man nur Mehl, Hefe, Wasser und Salz. Am Abend knetet man den Teig und stellt ihn über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen formt man einen länglichen Laib, dreht ihn zwei- bis dreimal und schiebt ihn in den Ofen. Nach einer halben Stunde hat man ein warmes, sehr knuspriges Baguette.

Artischockencreme

1 Dose Artischockenherzen ( 240 g Abtropfgewicht )
30 g entsteinte grüne Oliven
40 g eingelegte getrocknete Tomaten
4 Stiele Petersilie
80 g Crème double
1 TL brauner Zucker
Salz
Pfeffer

Artischockenherzen und Oliven gut abtropfen lassen. Tomaten auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Oliven hacken. Petersilie zupfen und ebenfalls hacken.
Artischockenherzen pürieren und mit der Crème double verrühren. Tomaten, Oliven und Petersilie unterrühren und mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Quelle:"Drunter & Drüber"von Karen Schulz und Maren Jahnke

Montag, 27. Mai 2013

Guglhupf



Der erste Eintrag.......
Die Idee einen Guglhupf zu backen. Im Schrank gibt es nur eine langweilige Springform. Pragmatisch. Der Guglhupf soll aber wie ein richtiger Guglhupf aussehen. Ein paar Straßen weiter gibt es einen Laden mit gebrauchten Dingen: Dithmars etwas anderes Kaufhaus. Ein Haus, das bis an die Decke vollgestellt ist mit Gerümpel - grob sortiert nach Stühlen, Tischen und Geschirr. Die Verkäuferin ist oft bärbeißig,aber wenn man den richtigen Moment erwischt, plaudert sie mit einem über das Wetter.
Dort habe ich dann eine wunderschöne, alte Guglhupf-Form gefunden.Und dann stand ich in meiner Küche - draußen Schneegestöber, drinnen stille Freude über den schönen Fund.

Zutaten:
Fett und Paniermehl für die Form
150g Möhren
1 Apfel
2 EL Zitronensaft
175 g weiche Butter
200 g Zucker, Salz
1/2 TL gemahlener Zimt
3 Eier
250 g Mehl
50g Speisestärke
2 TL Backpulver

Eine Guglhupfform fetten und mit Paniermehl ausstreuen. Backofen vorheizen ( E.Herd 175°C/Umluft, 150°C/Gas).
Möhren schälen, waschen und fein raspeln, Apfel schälen,vierteln, entkernen und ebenso raspeln. Sofort mit Zitronensaft beträufeln und mit Möhren mischen. 175 g Butter, Zucker, 1 Prise Salz und Zimt mit dem Schneebesen des Rührgeräts ca. 5 Minuten cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mehl, Stärke und Backpulver mischen. Kurz unterrühren. Möhren und Apfel unterheben.
Teig in die Form geben und glatt streichen. Im heißen Backofen 45 - 55 min backen. Herausnehmen und ca. 10 min abkühlen lassen. Vorsichtig aus der Form stürzen und auskühlen lassen.
Ich habe ihn dann mit Puderzucker bestäubt.

Quelle: LECKER Bakery/ Special 2013 - N°1

Dieser Blog wird sich in den nächsten Wochen formatieren und organisieren. Auch die Fotos werden hoffentlich professioneller! Dies ist erst die Übungsphase....