Dienstag, 29. April 2014

Türme


Ein flüchtiges Zeichen. Irgendwo zwischen Düsseldorf und Gelsenkirchen. Der Zug rattert der Zeit hinterher. Die wischt draußen schnell vorbei. Weich gezeichnet. Kein Wässerchen trübend. Aus den Augenwinkeln erhascht man sattes Grün. Häuserzeilen. Brückenpfeiler zerreissen das Bild. Im Kopf stapeln sich neue Landschaften. Bald bin ich da. Atme für einen Moment durch.

Die Burger lassen mich nicht los. Die Idee vom Stapeln gefällt mir. Ein Turm nach dem anderen entsteht. Bis ich das erreiche, ist allerdings noch ein weiter Weg. Und schöne Türme findet man auch hier.

Sesambrötchen

60 ml Milch
50 ml lauwarmes Wasser
15 g frische Hefe
250 g Mehl (550)
1/2 TL Salz
1 Eigelb
5 ml Sesamöl
1/2 TL Sesampaste
Butter zum Bestreichen
Weisser Sesam zum Bestreuen

Die Milch erwärmen, mit dem Wasser verrühren und die Hefe darin auflösen.
Die Hefemilch mit der Hälfte des Mehls zu einem glatten Teig verarbeiten und ca. 1 Std. gehen lassen.
Die restlichen Zutaten hinzugeben und den Teig wieder 30 min gehen lassen. Aus dem Teig vier Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Nochmals 30 min gehen lassen.
Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kugeln mit flüssiger Butter bestreichen und etwas Sesam bestreuen. Im Ofen ca. 25 min backen.

Dann Türme bauen: Mayonnaise, Salat, Tomate, Patties aus Rinderhack, Cheddar, Gewürzgurken, Speck, gerösteten Zwiebeln. Oder das Fleisch mit gegrillten Auberginenscheiben ersetzen.

Quelle: "The Art of Burger" von Jens Fischer und Maria Brinkop


Montag, 21. April 2014

Kümmelhase


Ein langes Wochenende geht zu Ende. Mit vielen Schokoladeneiern im Gras, juchzenden Kinder, Sonnenstunden und dicken Regentropfen,  warmen und leichtfüßigen Gesprächen. Zeit, um Gedanken träge ziehen zu lassen. Zeit, um die Zeit zu vergessen.
Jetzt lasse ich es ausklingen. Wehmütig, weil es schon wieder vorbei ist. Und froh, weil es so schön war. Und da ich schon wieder genug von Schokolade habe, werden die Hasen-Cracker von einem feinen Single Malt begleitet.


Kümmel Cracker

20 g  Parmesan
125 g Dinkelmehl (630)
125 g Weizenmehl (550)
2 TL Kümmel
1/2 TL Salz
2 EL Olivenöl
1 TL flüssiger Honig
2 TL grobes Meersalz

Parmesan reiben und mit dem Mehl, Kümmel Salz, Olivenöl, und Honig vermischen. 100 - 125 ml Wasser dazugeben und alles gut verkneten.
Den Backofen auf 220°C vorheizen. Den Teig dünn ausrollen ( ca. 3 mm) und Cracker ausstechen. Dazu kann man Ausstecher nach Wahl nehmen oder mit einem Teigrädchen quadratische Cracker ausrollen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und ca. 10 - 12 min backen.

Quelle: "Drunter & Drüber" von Karen Schulz und Maren Jahnke




Donnerstag, 17. April 2014

Riechen


Ich mag Gerüche. Den Geruch von frischem Brot, wenn man die Kruste aufbricht, den Duft von Zitronen und Knoblauch an den Händen nach dem Kochen, verschwitzte Kinderköpfe nach einem wilden Fußballspiel, Sonnenmilch auf der Haut, das rauchige Aroma des leeren Whiskeyglases am Morgen danach, den Duft, wenn man ein neues Buch aufschlägt und die salzige Luft am Meer. Ich mag es, wenn die Gerüche im Kopf Bilder entstehen lassen. Wenn sie ein Gefühl von Angekommen sein auslösen. Einer tiefen Zufriedenheit.


Kartoffelbrot
von Lutz Geißler

Vorteig:
100 g Weizenvollkornmehl
100 g Wasser
0,1 g Frischhefe

Roggensauerteig:
135 g Roggenvollkornmehl
135 g Wasser
13 g Anstellgut vom Roggensauer

Quellstück:
40 g getrocknetes Brot
75 g Wasser

Hauptteig:
Vorteig
Roggensauerteig
Quellstück
200 g mehlig kochende Kartoffeln
65 g Roggenmehl (1150)
350 g Weizenmehl (1050)
120 g Wasser
8 g Hefe
14 g Salz
10 g Schweineschmalz

Den Vorteig und den Sauerteig mischen und ca. 20 Stunden bei 20 - 22°C reifen lassen.
Das getrocknete Brot mit einer Küchenmaschine zermahlen. Mit Wasser vermischen und im Kühlschrank zugedeckt ca. 5 Stunden quellen lassen.
Die Kartoffeln mit Schale weich kochen und pellen. Abkühlen lassen und mit einer Gabel zu Brei zerdrücken.

Für den Hauptteig den Vorteig, den Roggensauerteig und das Quellstück mit den übrigen Zutaten in eine Schüssel geben und ca. 10 -15 Minuten kneten. Laut Lutz Geißler soll der Teig zusammenhängend-straff und dennoch etwas klebrig-zäh sein.
Den Teig abgedeckt 1 Stunde gehen lassen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rundwirken und mit dem Schluss nach oben in einen bemehlten Gärkorb setzen. Ca. 45 Minuten gehen lassen.
Das Brot mit dem Schluss nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Mit dem Messer  über Kreuz 2 cm einschneiden.
Sofort in den vorgeheizten Ofen geben und bei 250°C eine Stunde backen. Nach 10 Minuten die Ofentür öffnen und den Dampf ablassen. Die Temperatur auf 190°C senken. Während der letzten 10 Minuten die Temperatur wieder auf 230°C erhöhen und die Ofentür einen Spalt öffnen, damit eine schöne Kruste entsteht.

Das Rezept steht im "Brotbackbuch" von Lutz Geißler und ist dort sehr viel detaillierter und schöner  beschrieben, als ich es getan habe. Ich habe sogar das Quellstück im Kühlschrank vergessen, aber scheinbar hat mir das Brot das verziehen…..



Samstag, 12. April 2014

Früh + Stück


Früh morgens bin ich ein schlechter Frühstücker. Noch kann ich es ganz gut vertuschen. Wenn ich Brote für die Schule und den Kinderladen fertig mache, sieht es zumindest so aus, als ob ich auch etwas gegessen habe. Noch schöpft niemand Verdacht. Aber irgendwann wird der Tag kommen, an dem die Kinder aufmerksam sind. Wenn es doch morgens etwas später losgehen könnte….


Orangenmarmelade mit Ingwer

für ca. 5 Gläser

20 g Ingwer
7 - 8 große Orangen ( davon 3 Bio-Orangen)
1 kg Gelierzucker 1:1

Ingwer schälen und fein hacken. Bio-Orangen heiß waschen und abtrocknen. Die Schale mit einem Zestenreisser in feinen Streifen abziehen oder dünn mit dem Sparschäler schälen und in feine Streifen schneiden. Dann die drei Bio-Orangen filetieren ( die weisse Innenhaut muss komplett entfernt werden) und den Saft auffangen. Alle anderen Orangen auspressen und insgesamt 600 ml Saft abmessen.
Orangensaft, -zesten und -filets mit dem Gelierzucker in einem großen Topf verrühren. Alles zum Kochen bringen, Ingwer zufügen und ca. 4 Minuten unter Rühren sprudelnd kochen lassen. Marmelade sofort randvoll in heiß ausgespülte Gläser füllen und verschließen.

Quelle: " Drunter & Drüber" von Schulz/Jahnke


Sonntag, 6. April 2014

Galoppierende Zeit



Die Tage sind kurz. Zwischen Arbeit und Kindern bleibt oft nicht viel Zeit. Der große Plan ist aber die Ideen im Kopf und die wilde Realität irgendwie zusammen zu bringen. Bis dahin suche ich nach kleinen Schlupflöchern und gucke gerne mit einer kleinen Sehnsucht Filme von Kinfolk an.

Bruschetta mit Mozzarella

125 g Büffelmozzarella
4 - 5 in Öl eingelegte Tomaten
2 EL Pinienkerne
2 EL ger. Parmesan
Basilikum
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
2 Scheiben Landbrot

Mozzarella und Tomaten würfeln. Pinienkerne rösten und grob hacken. Alles mit dem Parmesan und 1 EL Öl vermischen.
Etwas Öl in der Pfanne erhitzen und die Brotscheiben auf beiden Seiten goldbraun rösten. Eine Seite mit der Hälfte der Knoblauchzehe einreiben und die Mozzarella-Mischung darauf türmen. Basilikum in Streifen schneiden und die Bruschetta damit bestreuen.