Sonntag, 22. Dezember 2013

Menagerie



Jedes Kind bekommt einen Klumpen aus Teig. Schon der erste Arbeitsschritt - kleine Kugeln zu rollen - wird nicht all zu ernst genommen. Es werden lange Würste, platte Pfannkuchen und neuartige Organismen geformt. Runde Kugeln sind eher ein Zufallsprodukt. Der zweite Schritt scheint allen besser zu gefallen. Mit Cornflakes und Schokoladentropfen werden Ohren, Augen und Nasen  angefertigt. Am Ende gibt es einen ganzen Zoo - Mäuse, Hunde, Schlangen, Fledermäuse und Pandabären tummeln sich auf dem Blech.


Bethmännchen

250 g Marzipanrohmasse
1 Ei
80 g Puderzucker
65 g gem. Mandeln
40 g Mehl
Cornflakes
Schokotropfen oder Zuckerperlen

Die Marzipanrohmasse grob hacken. Das Ei trennen. Den Puderzucker sieben. Marzipan, Puderzucker,  Mandeln, Mehl und Eiweiß verkneten und für ca. 1 Stunde kalt stellen. 
Den Backofen auf 150°C vorheizen. Aus dem Teig ca. 35 Kugeln formen und verzieren. Evtl. mit dem Eigelb und einem EL Wasser glasieren. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und etwa 15 min backen.



Quelle: Brigitte + Nido





Donnerstag, 19. Dezember 2013

Nebendarsteller


Manchmal sind es die kleinen Dinge, die in den Fokus geraten. Im Kopf hatte ich ein Bauernbrot mit Roastbeef. Schlicht. Rustikal. Und dann habe ich dieses Rezept gefunden. Neue Zutaten kamen ins Spiel. Gurken, Chili und Limetten. Plötzlich trat das Roastbeef in den Hintergrund. Obwohl es in der Kombination sehr gut ist, braucht man es nicht unbedingt. Das Gurkenrelish auf geröstetem Brot - vielleicht noch mit Frischkäse - ist eine feine Gaumenfreude.

Gurkenrelish

1 Stück Salatgurke
1 große rote Chilischote
1 Frühlingszwiebel
Petersilie
2 EL Limettensaft
1 TL Zucker, 1 EL Öl, Salz

Bauernbrot
Salat
Butter

Die Gurke halbieren, Kerne entfernen und fein würfeln. Die Chilischote aufschneiden, von den Samen befreien und fein schneiden. Getrocknetes Chili reicht allerdings auch aus. Petersilie hacken. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Limettensaft und Zucker verrühren, bis dieser sich aufgelöst hat. Alle vorbereiteten Zutaten und das Öl unterrühren und mit Salz abschmecken.
Und dann mit dem Brot und dem Roastbeef kombinieren.

Quelle: "Sandwich & Toast" von Margit Proebst


Donnerstag, 12. Dezember 2013

Naan


Es ist Zeit für ein neues Brot. Im Kopf eine Erinnerung an indisches Fladenbrot. Mit Hummus. Gurken-Raita. Knoblauch. Vor einiger Zeit haben wir es zufällig im Zoo entdeckt. Obwohl wir schon viele Male die Elefanten besucht haben, wurde der kleine indische Imbiss immer links liegen gelassen. Jetzt ist der Imbiss im Winterschlaf. Und wir versuchen den Geschmack wieder zu finden. Wir rollen flache Brote aus und stehen geduldig vor dem Ofen. Schauen zu, wie sich der dünne Teig ausbeult und goldbraun wird. Es schmeckt so, wie wir es uns vorgestellt haben.


Naan

1 TL Trockenhefe
1 TL Zucker
275 g  Weizenmehl
1 gestrichener TL Salz
1 gestrichener TL Backpulver
1 EL Sonnenblumenöl
75g Naturjoghurt (3,5% Fett)

Hefe mit Zucker in 75 ml lauwarmem Wasser auflösen und 15 min gehen lassen.
Mehl, Salz und Backpulver mischen und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Wasser-Hefe-Mischung, Öl und Joghurt hineingeben und zu einem glatten Teig verkneten, wenn nötig noch etwas Wasser hinzufügen. Teig zugedeckt 2 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Backofen auf 200°C vorheizen. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche nochmals durchkneten, in 8 Portionen teilen und zu ovalen Fladen ausrollen. Auf mit Backpapier belegte Bleche legen und nacheinander 4-5 min von beiden Seiten backen. Dann jeweils 30-60 sek unter dem heißen Grill bei 250°C bräunen.

Quelle: "Drunter & Drüber" von Schulz/Jahnke

Sonntag, 8. Dezember 2013

Tatooine


C-3PO steht etwas verloren in der Landschaft. Wahrscheinlich weiß er nicht genau wozu er gebeten ist.  Auf den ersten Blick gibt es auch keinen Zusammenhang zwischen diesem Zitronenkuchen und einem Droiden. Eigentlich passt er aber ganz gut in diese unwirtliche Gegend. Ein Wüstenplanet, der von Schmugglern und Kopfgeldjägern heimgesucht wird. Riesige Wüsten und gigantische Sandstürme machen das Leben auf diesem Planeten fast unmöglich. Trotzdem gibt es immer wieder Lebewesen, die sich perfekt an die schwierigen Verhältnisse angepasst haben.


Zurück in der wirklichen Welt entpuppte sich der Zitronenkuchen als sehr saftig…..

Lemon-Bars

120g Mehl
60g Kristallzucker
1/4 - 1/2 TL Salz
112g Butter ( in kleine Würfel geschnitten)

2 große Eier
120g Backzucker ( ist feinkörniger als normaler Zucker - wir haben allerdings den normalen genommen)
2 EL Mehl
1 Prise Salz
2 TL Zitronenzesten
60ml Zitronensaft

Ofen auf 180°C vorheizen. Mehl, Zucker und Salz mischen. Butter hinzufügen und mit den Händen kneten, bis der Teig krümelig ist. In eine eckige, 20 cm große, mit Backpapier ausgelegte Backform drücken. Ungefähr 20 min backen, bis die Oberfläche hellbraun ist.
Für die Füllung Eier, Zucker, Mehl und Salz schaumig rühren. Zitronenzesten und den Saft nach und nach zufügen. Über die gebackene Kruste geben ( kann noch heiß sein) und 15 - 18 min backen. Komplett auskühlen lassen. In schmale Schnitten schneiden und mit Puderzucker bestreuen.

Quelle: Die Idee zum Backen hatten Thu und Sören nach einem Rezept von Küchenschabe

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Der richtige Fisch


Es gibt nicht viele Möglichkeiten die Kinder für Fisch zu begeistern. Bei dem Kleinen ist es noch einfach, weil er sowieso zu allen Fischstücken "Fleischklösschen" sagt. Der Große aber wittert überall Gefahr. "Was ist das für Fisch?" lautet die Frage - drängend, ohne längere Erklärungen abzuwarten. Wenn ich sage, dass es der gleiche Fisch ist, aus dem Fischstäbchen gemacht werden, nähern wir uns einer Einigung. Vorsichtig wird der Fisch probiert und als essbar befunden.
Bei dieser Thunfischcreme wird nichts in Frage gestellt. Im Gedächtnis des Großen ist es als ein positives Geschmackserlebnis abgespeichert.

Thunfischcreme

1 Dose Thunfisch
250g Mascarpone
Salz, weißer Pfeffer
Bauernbrot

Thunfisch und Mascarpone werden mit einer Gabel zerdrückt. Die Konsistenz sollte nach Geschmack sein: entweder grob vermischt oder fein püriert. Evtl. etwas Sahne oder Milch hinzufügen, um die Konsistenz cremiger zu machen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann kann man mit weiteren Zutaten spielen: Kapern, Frühlingszwiebeln, Tomatenwürfel etc.
Brotscheiben rösten und mit der Thunfischcreme bestreichen.

Nachsatz: Auch wenn ich darauf achte, was für Fangmethoden auf den Thunfischdosen stehen, bin ich mir nicht sicher, was wirklich "artgerecht" ist. Bei Fisch bin ich oft überfordert, weil ich nicht weiß, welchen Fisch ich überhaupt noch essen darf und welchen nicht…..

Sonntag, 1. Dezember 2013

Auf der Straße




Die Straßen erinnern an Schienen einer Holzeisenbahn. Man kann endlose Geraden und Kurven bauen - Landstraßen, Kreisel oder mehrspurige Stadtstraßen. Unsere Straßen lassen wir in einem natürlichen Braun - zurückhaltender Asphalt, rissig, an einigen Stellen verzogen, aber ein zuverlässiges Material. Dafür bekommen die Fahrzeuge Farbe. Wir lackieren sie in blau, rot, grün und gelb. Die Kinder testen das Kolorit sehr genau - an den Zungen kann man den ganzen Tag genau erkennen, welche Substanz sie bevorzugt haben. Und dann setzen wir die Autos auf die Landstraße: gemütliche Familienkutschen, schnelle Sportwagen, einige Oldtimer und gesellige Biker-Gruppen. 




 Mürbekeks mit Zuckerglasur

150g Zucker
150g weiche Butter
1/2 TL Salz
2 EL Milch
2 TL Vanilleessenz
1 Ei
300g Mehl
1 TL Backpulver
Zuckerglasur ( Puderzucker, Zitronensaft, Lebensmittelfarbe)

Zucker, Butter und Salz schaumig rühren. Milch, Vanilleessenz und Ei dazugeben und erneut gut durch mixen. Mit einem Holzlöffel Mehl und Backpulver einrühren, bis ein knetbarer Teig entsteht. 2 Kugeln formen, in Frischhaltefolie einwickeln und 1 Stunde in den Kühlschrank legen, bis der Teig zum Ausrollen fest genug ist.
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen und Plätzchen ausstechen. Die Kekse 12-15 min backen, bis sie goldbraun sind. Auf einem Rost auskühlen lassen und glasieren.