Sonntag, 21. Dezember 2014
Stillstand
Langsam sind wir im gleichen Takt. Das letzte Mal Kekse backen in diesem Jahr. Lauter Dinge, die am Tannenbaum hängen sollen. Christbaumkugeln, Blitze und Schmetterlinge.
Und jetzt verabschiedet sich der Brotladen in eine kleine Weihnachts/Sturm/und/Regen/Pause. Ich brauche einen Moment, um herauszufinden, was ich mit dem Brotladen eigentlich will. Bisher hat sich Rezept an Rezept gereiht. Für mehr fehlte die Zeit. Aber das reicht mir nicht mehr. Langsam verliere ich das Ziel aus den Augen. Ich muss meine Schubladen anders sortieren und beschriften. Neue Landkarten studieren. Die Fenster öffnen und den Wind durch das Haus pusten lassen.
Wünsche allen wundervolle und erholsame Tage. Von Herzen….
Christbaumkugeln
300 g Mehl
100 g Zucker
Salz
1 EL Kakao ( nicht gesüßt)
1 Ei
200 g kalte Butter
1 Tüte Fruchtbonbons ( zB. Campino)
Mehl, Zucker, Salz, Kakao, Ei und Butter zu einem Mürbeteig verarbeiten und ca. 45 min kalt stellen.
Backofen auf 175°C vorheizen, Christbaumkugeln ( Schablone aus Pappe) aus dem ausgerollten Teig schneiden. Mit Schnapsgläsern oder Lochtüllen kleine Kreise oder Sterne aus den Plätzchen ausstechen.
Kugeln ca. 12 min backen. In der Zwischenzeit die Bonbons nach Farben sortieren und hacken. Plätzchen aus dem Ofen holen, gehackte Bonbons in die ausgestochenen Kreise füllen und weitere 5 - 7 min backen.
Quelle: "Lecker Christmas 2013"
Samstag, 13. Dezember 2014
Dicke Luft
Jedes Jahr sind da die Bilder im Kopf. Friedliches Kekse backen am Küchentisch. Draußen dämmert es, drinnen werden konzentriert Sterne, Tannenbäume und Rentiere ausgestochen. Mehlgestöber. Smarties und Zuckerperlen verzieren Keks für Keks.
Die Kinder wollen meine Erwartungen nicht erfüllen. Der Große winkt gleich ab, er will lieber Fußballkarten sortieren. Der Kleine ist sofort dabei, läuft aber gleich heulend zu seinem Bruder, weil ich den Teig nicht so ausrolle, wie er sich das vorgestellt hat. Schließlich beruhigt er sich und es werden "eklige Dinosaurier" und "dreckige Autos" aus dem Teig geholt. Der Große nähert sich langsam. Schritt für Schritt. Der Ausstecher mit dem Totenkopf hat es ihm angetan. Eigentlich hilft er auch nur seinem kleinen Bruder, weil der es noch nicht so richtig kann. Der große Teil der Verzierung verschwindet nach und nach in den hungrigen Mäulern…...
150 g Zucker
150 g weiche Butter
1/2 TL Salz
2 EL Milch
2 TL Vanilleessenz
1 Ei
300 g Mehl
1 TL Backpulver
Zuckerglasur, Puderzucker, Smarties, Hagelzucker etc.
Zucker, Butter und Salz verquirlen. Milch, Vanilleessenz und das Ei hinzufügen und vermischen.
Mehl und Backpulver hinzufügen und zu einem elastischem Teig verkneten.
Den Teig im Kühlschrank 1 Stunde lagern, bis er fest genug ist, um ihn auszurollen. Plätzchen ausstechen und ca. 12 - 15 min backen.
Den Backofen auf 180 °C vorheizen und die Kekse 12 - 15 min goldbraun backen. Unbedingt verzieren: mit Puderzucker, Zuckerschrift, Schokolade, Nüssen und Perlen verzieren.
Dienstag, 9. Dezember 2014
Ein spätes Stück
Ich bin ein großer Freund des späten Frühstücks. Morgens um sieben kann ich noch nicht. Verstecke mich hinter den Schulbroten. Vorbildfunktion adieu. Ich kann noch nicht…..
Um so lieber habe ich es am Wochenende.
Dann bummle ich,
herzhaftes auf dem Tisch,
eine Zeitung zum Versinken,
die Kinder spielen schon längst wieder
( ich will gar nicht genau wissen, was sie machen )
und ich lasse die Zeit einfach machen was sie will.
Tomatenmarmelade
600 g reife Tomaten
3 Knoblauchzehen
Olivenöl
6 EL Rotweinessig
3 EL flüssiger Honig
2 EL Zucker
1 TL Tomatenmark
Salz, Pfeffer
Backofen auf 220 °C vorheizen. Tomaten halbieren und entkernen. Mit der Schnittfläche nach oben in eine feuerfeste Form legen. Knoblauch ungeschält dazugeben und alles mit Olivenöl beträufeln. Im Ofen ca. 20 - 30 min backen.
Tomaten etwas abkühlen lassen, Knoblauch aus der Schale pressen und alles mit einem Pürierstab grob zerkleinern. Mit Essig, Zucker, Honig und Tomatenmark verrühren und ca. 30 min bei sanft einkochen lassen. Gelegentlich umrühren bis die Konsistenz wie Marmelade ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, heiß in Einmachgläser füllen und verschließen. Im Kühlschrank hält die Marmelade ca. 2-3 Wochen.
Leider haben die Tomaten nicht die richtige Saison, aber sind fein auf geröstetem Brot, mit verschiedenen Käsesorten oder im fernen Sommer zum Grillen im Garten ….
Quelle: "Brotaufstriche selbstgemacht" von Martina Kittler
Sonntag, 30. November 2014
Schwimmen
Die rasende Eile der nächsten Woche nimmt mir ein wenig den Atem.
Es ist fast wie Schwimmen.
Nicht darüber nachdenken wie lang die Strecke ist.
Nicht darüber nachdenken, dass das Wasser kalt ist.
Nicht darüber nachdenken, dass das Schwimmbad wieder sehr voll ist.
Nicht denken.
Eintauchen und den eigenen Rhythmus finden.
Ein schnelles Brot:
BLT
Bacon
Tomate
Salat
Mayonnaise
Toast
Bacon in einer Pfanne mit wenig Fett braten. Toast mit Mayonnaise bestreichen und beliebig hoch mit Salat, Tomate und Bacon stapeln.
Wenn doch Zeit sein sollte:
Mayonnaise
1 Eigelb
1 TL Senf
1 Spritzer Essig
1 Spritzer Zitronensaft
250 ml Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer
Eigelb, Senf, Essig und Zitronensaft mit dem Schneebesen cremig schlagen.
Nach und nach das Öl in einem feinen Strahl dazu gießen und ständig rühren bis sich alles zu einer Creme verbunden hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Toastbrot
750 g Weizenmehl (Type 550)
2 TL Salz
1 Päckchen Trockenhefe
60 g weiche Butter
Mehl, Salz, Hefe und Butter mischen. 450 ml lauwarmes Wasser hinzufügen und den Teig ca. 5 min kneten. Eine Kastenform fetten ( zusätzlich den oberen Rand einfetten). Den Teig zu einem länglichen Laib formen und in die Form setzen. Zugedeckt 2 Std. gehen lassen. Den Backofen auf 225 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Toastbrot 10 min backen, dann die Temperatur auf 200 °C senken und weitere 20 min backen. Das Brot aus der Form stürzen und evtl. noch ein paar Minuten ohne Form backen.
Quelle für das Toastbrot: "Drunter & Drüber" von Schulz/Jahnke
Mittwoch, 19. November 2014
Kleine Wehmut
Die grauen Tage nehmen mich doch mehr mit als gedacht. Feiner Nieselregen auf den Dächern, müde Blätter an den Bäumen, die sich nach und nach in den Winterschlaf fallen lassen und in der Stadt schon die ersten Buden für den Weihnachtsmarkt.
Im Kopf noch sonnige Herbsttage, vorbeiziehende Gänse, ein letztes Picknick im Garten….
Ich bin noch nicht so weit!
Ciabatta
1/2 Würfel Hefe
400g Weizenmehl ( 550)
2 TL Salz
1 EL Olivenöl
Mehl in eine Schüssel füllen, in eine Mulde die Hefe bröckeln und mit 50 ml lauwarmen Wasser zu einem Vorteig verrühren. 15 min zugedeckt gehen lassen.
Mehl mit der Wasser-Hefemischung, Salz, Olivenöl und ca. 200 ml lauwarmen Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
Aus dem Teig vorsichtig zwei Brote formen und auf ein Blech setzen. Zugedeckt bei Zimmertemperatur 2 - 3 Std. gehen lassen. Den Backofen auf 225 °C vorheizen, eine Schüssel mit Wasser unten in den Ofenstellen und das Brot ca. 30 min backen.
Dazu Herbstsonne, Merguez-Würstchen und Couscous-Salat…..
Freitag, 7. November 2014
Arrangement
Vor mir auf dem Tisch liegen Feigen. Käse. Thymian. Einige Küchentücher in verschiedenen Farben. Ich probiere schnell einige Bilder aus. Brot im Nest aus Thymian. Käse auf Feige. Feigensenfkleckse neben Käse. Das kleine Kind sitzt stirnrunzelnd daneben. Springt auf und rennt in die Küche. Sekunden später liegt eine Gurke auf dem Tisch. Triumphierender Blick. Und dann stimmt es. Ohne, dass man es in Worte fassen muss…..

Feigensenf
6 - 8 reife Feigen
100 g brauner Zucker
4 EL Balsamico-Essig
2 EL Senfpulver
Die Feigen schälen und in kleine Stücke schneiden. Etwas Wasser dazugeben ( ca. 2-3 EL) und pürieren. Zucker und Essig aufkochen, Feigenmus hinzufügen und einige Minuten köcheln lassen. Senfpulver mit Wasser ( 3-4 EL ) verrühren und zu den Feigen geben. Die Masse so lange einkochen bis die Konsistenz etwas fester wird. In ein Glas füllen und abkühlen lassen.
Dazu Baguette, Ziegencamenbert und Thymianregen…..
Freitag, 31. Oktober 2014
Kinderbrot #3
Zustimmendes Kopfnicken beim heutigen Brotladenbesuch. Ja, ja, ja! Das kenne ich! Man denkt sich die tollsten Brote aus und dann - schlussendlich - wird doch nur die Wurst stibitzt. Das fabelhafte Knäckebrot hat Ulma mitgebracht und wird ganz bald ausprobiert. Hjärtligt tack….
nicknack
medias in res :: mein füchslein grast brote feinsäuberlich ab, entledigt sie penibelst aller auflagen und -striche und lässt nahezu makellose, wie unangetastet aussehende scheiben leeren brotes zurück — monster, clowns und getier hin und her. so viel zu meinen »kinderbrot«-erfolgen.
es gibt da allerdings eine form von brot, die der kleine herr über alles liebt, nicht zuletzt wegen des feinen »nicknack« (o-ton), das es beim schnabuliertwerden von sich gibt :: knäckebröd, wie der schwede entsprechend dazu sagt.
aber nicht nur im verjausnen selbst ist das nicknackende knäckebrot für uns der inbegriff des kinderbrots, sondern auch schon bei der kinderleichten, wunderbar auch für kleine mehl-, flocken- und körnerschütthändchen geeigneten zubereitung, von seiner zwischenstation als material für legebilder ganz zu schweigen.
gebraucht werden (für diese version; ich nehme mal dies, mal das, was gerade zuhause ist; allerfeinst auch dinkelkleie, hirse, kräuter, getrocknete tomaten etc.)::
80 gramm dinkelvollkornmehl
70 gramm haferdinkelmehl
80 gramm haferflocken
60 gramm dinkelflocken
175 gramm gemischte kerne (sonnenblumen, kürbis und pinien)
30 gramm sesam
50 gramm leinsamen
1 teelöffel salz
1 schluck olivenöl
500 milliliter wasser
parmesan nach belieben
alle zutaten bis auf den parmesan in eine schüssel geben und gut miteinander vermengen, zudecken und eine stunde lang quellen lassen.
zwei backbleche mit backpapier auslegen und die masse entweder darauf verstreichen oder keksausstecher als negativschablonen verwenden und mithilfe eines kleinen löffels befüllen.
im auf 170° celsius vorgeheizten backrohr (umluft) rund 45 minuten backen, vielleicht etwas länger, vielleicht auch etwas kürzer, je nach dicke der »brote«. wer die masse auf ein backblech gestrichen hat, schneidet sie nach den ersten 10 minuten backzeit in stücke — später geht das nicht mehr so gut und die körner bröseln dabei davon. 10 minuten vor ende der backzeit den frisch geriebenen parmesan über das »brot« streuen und fertigbacken. auskühlen lassen und los-legen!
Sonntag, 26. Oktober 2014
Amöben
Die dunklen Tage kommen. Und wir sind wieder mehr im Haus. Zeit die "Hänsel und Gretel"- Rubrik wieder aufleben zu lassen. Der Große wünscht sich Monster und der Kleine will eigentlich nur bunte Schokolinsen. Schließlich einigen wir uns auf eine Ausstellung mit glubschäugigen Kreaturen. Aber während wir Makrone um Makrone zusammenkleben, mutieren die Biester. Eine Armada von Amöben kriecht durch weiße Schokoladenpfützen über den Küchentisch….
Kokosmakronen
4 Eiweiß
200 g Zucker
1 TL Zitronensaft
2 EL Speisestärke
250 g Kokosraspel
200 g weiße Schokolade
Smarties, Kandis
Das Eiweiß schlagen und dabei langsam den Zucker hinein rieseln lassen. So steif schlagen, dass man die Schüssel umdrehen kann und nichts herausfällt. Vorsichtig die Kokosraspeln, die Stärke und den Zitronensaft unter die Masse heben.
Makronen in verschiedenen Größen abstechen (mit Ess- und Teelöffeln) und auf mit Backpapier ausgelegte Bleche verteilen. Backofen auf 160°C vorheizen. Die Makronen goldbraun backen. Die kleinen brauchen ca. 15 - 20 min, die großen ca. 20 - 25 min.
Die Makronen abkühlen lassen und währenddessen die Schokolade schmelzen. Dann die Bausätze mit der Schokolade zusammenkleben und trocknen lassen. Wenn der Körper fertig ist, alle Viecher mit Schokolinsen als Augen und Kandis als Monsterzähne verzieren.
Quelle: "Das große Buch vom Backen und Bauen" von Kreider-Stempfle/Frensemeier
Kokosmakronen
4 Eiweiß
200 g Zucker
1 TL Zitronensaft
2 EL Speisestärke
250 g Kokosraspel
200 g weiße Schokolade
Smarties, Kandis
Das Eiweiß schlagen und dabei langsam den Zucker hinein rieseln lassen. So steif schlagen, dass man die Schüssel umdrehen kann und nichts herausfällt. Vorsichtig die Kokosraspeln, die Stärke und den Zitronensaft unter die Masse heben.
Makronen in verschiedenen Größen abstechen (mit Ess- und Teelöffeln) und auf mit Backpapier ausgelegte Bleche verteilen. Backofen auf 160°C vorheizen. Die Makronen goldbraun backen. Die kleinen brauchen ca. 15 - 20 min, die großen ca. 20 - 25 min.
Die Makronen abkühlen lassen und währenddessen die Schokolade schmelzen. Dann die Bausätze mit der Schokolade zusammenkleben und trocknen lassen. Wenn der Körper fertig ist, alle Viecher mit Schokolinsen als Augen und Kandis als Monsterzähne verzieren.
Quelle: "Das große Buch vom Backen und Bauen" von Kreider-Stempfle/Frensemeier
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Kinderbrot #2
Die Frage, wie Kinder gerne ihre Brote mögen, geht mir nicht aus dem Kopf. Und so habe ich wieder Gäste in den Brotladen eingeladen, um mir Brote mitzubringen. Brote, die ihre Kinder mögen. Und Brote, die sie selbst als Kinder gemocht haben. Heute ist Viola von Kikabu bei mir. Ich freu mich sehr!
"Wenn es ums Essen geht, mögen meine Kinder keine Experimente. Jeden, aber auch wirklich jeden Morgen isst unser Großer ein Vollkorntoast mit Erdbeermarmelade und Kinderkäse zum Frühstück. Ich weiß gar nicht mehr, wann sich dieser Begriff für diesen künstlichen, akurat in Vierecke geschnittenen Käse bei uns eingeschlichen hat, es war aber wohl mal wieder ein Versuch, dass unser Kind nicht nur süße Dinge auf dem Brot isst. Butter oder Margarine sind bei meinen Kindern und meinem Mann übrigens ein absolutes No-Go! Ich hingegen kann kein Brot ohne essen. Lustig, welche kleinen Macken wir entwickeln. Unser 4-Jähriger liebt sein morgendliches Toastbrot mit Marmelade und Honig, ab und zu darf es auch Nutella sein. Käse kommt ihm gar nicht auf den Teller, ich glaube er hat noch nie ein Stück probiert.
Wenn ich mich an meine eigene Kindheit erinnere, landete dort jahrelang ein matschiges Marmeladentoast auf meinem Teller. Zusammen mit diesem süßen Zitronentee aus Granulat und heißem Wasser angerührt, der in meinem roten Keramikbecher mit angeschlagenem Rand weiße Schlieren auf der Oberfläche zog, war das nicht gerade ein Musterbeispiel für ein gesundes Frühstück. Aber offensichtlich mochte ich genau wie meine Kinder heute, diese Routine. Morgen für Morgen...sogar bis zum Abitur.
Bei aller Mäkelei mögen meine Jungs glücklicherweise meine selbstgemachte Erdbeermarmelade, die ich erst vor einigen Jahren für mich entdeckt habe. Das freut mein Mutterherz ungemein. Das Rezept ist denkbar unspektakulär: Zu 1 Kilo Erdbeeren kommen zwei Vanilleschoten oder etwas frisch gepresster Orangensaft. Dazu Gelierzucker im Verhältnis 2:1. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich jahrelang dachte, Marmelade zu kochen, wäre eine unglaublich komplizierte Wissenschaft.
Liebe Tomke, vielen Dank, dass Du mich zu Deiner tollen Kinderbrote-Rubrik eingeladen hast."
Freitag, 17. Oktober 2014
Querwaldein
Pilze haben für mich unweigerlich mit den Wanderurlauben meiner Kindheit zu tun.
Kniebundhosen, Wanderstöcke mit Plaketten, die an jedem neuen Ort gekauft werden mussten, Springkraut am Wegesrand, Blaubeeren und Maronen in Spankörbchen.
Vielleicht wirbeln die Bilder die Jahreszeiten im Rückblick durcheinander. Vielleicht mag ich deswegen den Herbst. So sehr.
Brot mit Steinpilzen und Erbsen
Bauernbrot
Eine Hand voll Erbsen (TK)
3 EL Crème fraîche
Steinpilze
Parmesan
Petersilie Salz und Pfeffer
Die Erbsen kochen. Etwas Parmesan reiben. Crème fraîche hinzufügen und alles pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Steinpilze säubern, in Scheiben schneiden und in Butter anbraten. Eine Scheibe Brot ( ich habe sie in der Pfanne geröstet) mit dem Püree bestreichen, mit den Pilzen belegen und mit der gehackten Petersilie bestreuen.
Samstag, 11. Oktober 2014
Kinderbrot #1
Die Kinder haben oft eine andere Vorstellung von belegten Broten als ich. Meine Ideen stossen nicht immer auf Gegenliebe. Kein Käse! Kein Durcheinander! Keine Experimente - und wenn schon, von ihnen selbst kreiert! Und gerne süß! Oft mögen sie auch eine gewisse Routine - dann gibt es wochenlang die gleichen Brote. Stelle mir die Frage, ob das überall so ist……
Aus diesem Grunde eine neue Rubrik: Kinderbrote. Ich bin neugierig, welche Brote Kinder mögen. Kann man alle über einen Kamm scheren? Oder gerade nicht? Bestätigen Ausnahmen die Regeln? Prägen die Eltern den Geschmack?
Über den Sommer war bei meinen Kindern das Flaggen-Brot hoch im Kurs. Vermutlich hatte die WM einen gewissen Einfluss. Dafür wird ein Toastbrot in 3 Teile geschnitten und jeweils mit Nutella, Erdbeermarmelade und Honig bestrichen. Wichtig ist es, die richtige Reihenfolge einzuhalten….
Sonntag, 5. Oktober 2014
Im schwindenden Licht
Die Tage werden kürzer. In den letzten Wochen war nicht viel Zeit für Brote. An diesem Wochenende war alles fest eingeplant. Ein Besuch auf dem Markt, ein neues Brot und viele Ideen, die dazu passen könnten. Und dann kam es anders. Schön anders. Die Herbstsonne lockte. Alles trollte sich nach draußen. Und ließ die Beine baumeln. Das Abendbrot erst in der Dämmerung aufgetischt. Und das letzte Licht auf dem Balkon eingefangen.
Landbrot
Vorteig:
155 g Dinkelmehl
155 g Wasser
1 g Frischhefe
Wasser in eine Schüssel füllen und die Hefe auflösen. Mehl hinzufügen und alles verrühren. 1 Std. bei Raumtemperatur ( 20 - 22 °C) reifen lassen und dann für 22-24 Std. im Kühlschrank ( 4-6°C) lagern.
Hauptteig:
Vorteig
365 g Weizenmehl ( 1050)
155 g Wasser
8 g Frischhefe
10 g Honig
10 g Salz
Alle Zutaten zu einem elastischen und straffen Teig verkneten. Den Teig 1 Std. luftdicht abgedeckt bei ca. 24°C gehen lassen.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche kräftig kneten und den Teig rund wirken. In einem Gärkorb 1,5 Std. gehen lassen. Den Backofen auf 250 °C vorheizen und eine Schüssel mit Wasser hinein stellen. Wenn der Teig sich verdoppelt hat vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen. Das Brot 45 min backen. Nach 10 min die Temperatur auf 210 °C senken. In den letzten 10 min noch mal auf 250 °C erhöhen und die Ofentür einen Spalt öffnen, damit die Kruste rösch wird.
Eine Scheibe Brot mit gesalzener Butter bestreichen und mit Rucola, Birnenspalten und gehobeltem Parmesan belegen.
Da ich meistens nicht 24 °C in meiner Küche habe, schalte ich die Ofenlampe an und stelle den Teig für einige Zeit in den Ofen. Lutz Geißler empfiehlt das für das Ansetzen von Sauerteig, da dann im Ofen die Temperatur von 30 °C erreicht wird, aber auch für die Teigführung bietet sich die Methode an.
Quelle: "Das Brotbackbuch" von Lutz Geißler
Mittwoch, 10. September 2014
Das richtige Maß
Meistens mache ich zu viel. Ich koche für eine imaginäre Großfamilie. An meinem Tisch scheinen nicht nur vier Menschen zu sitzen, sondern noch einige andere Gesellen. Schweigsame, die das Essen still in sich hineinschlingen, Quirlige, die vor lauter Reden gar nicht zum Essen kommen, kleine Mäkler, die immer sagen, was sie alles nicht mögen, Hungrige, die meistens mehr möchten oder Genießer, die ganz langsam essen.
So sehr ich mich bemühe weniger zu machen, um so weniger gelingt es mir. ich muss andere Wege gehen. Rezepte zu suchen, die die Reste verwerten, scheint eine Möglichkeit zu sein.
Aprikosen-Brot-Gratin
1 Dose Aprikosen (240 g Abtropfgewicht)
200 g Hefezopf
30 g Butter
2 Eier
100 ml Milch
100 g Schlagsahne
50 g Zucker
1 TL gem. Zimt
Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Aprikosen abtropfen lassen und den Hefezopf in mundgerechte Stücke schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotstücke von allen Seiten goldbraun braten.
Eier, Milch, Sahne, Zucker und 1/2 TL Zimt verrühren. Brotscheiben und Aprikosen in einer Auflaufform verteilen. Die Eiermilch darüber gießen und im Ofen 15 min backen.
Den übrigen Zimt mit 1 EL Zucker mischen, etwas Butter als Flöckchen über dem Gratin verteilen und mit der Zimtzuckermischung bestreuen. Weitere 10 min backen.
Ich habe mich an überhaupt keine Mengenangaben gehalten, sondern wild variiert. Statt Sahne habe ich Mascarpone genommen und der Zopfanteil war auch wesentlich höher….
Manchmal erscheinen plötzlich Dinge vor meinem Fotoapparat. In diesem Falle ein farblich abgestimmtes Laserschwert…..
Quelle: "Abends" von Karen Schulz und Maren Jahnke
Sonntag, 7. September 2014
Flechtwerk
Langsam kommen wir wieder an - die schneebedeckten Berge noch im Kopf, den Fahrtwind von dem Schiffchen auf dem See, Kuhglockengeläut und den Geruch von Feuerabenteuern und gebratener Cervelat-Wurst am Stock. Schön war es.
Und endlich weiß ich wie man einen richtigen Schweizer Zopf macht. Von dem Mann meiner Schwester. Der ist ein Schweizer Koch. Und der hat es von einer Bauerntochter aus dem Emmental gelernt.
Zopf
1 kg Weissmehl
25 g Salz
30 g Zucker
1 Würfel Frischhefe
1 Ei
50 g Quark
500 ml Milch
125 g Butter
Die Butter schmelzen und die Milch hinzufügen, damit die Mischung auf Körpertemperatur abkühlt. Die Hefe darin auflösen und ca. 3/4 des verquirlten Ei hinzufügen.
Das Mehl mit Zucker und Salz mischen, Quark hinzufügen und mit der Buttermilch vermischen. Alles mindestens 5 Minuten miteinander verkneten und auf einer Arbeitsplatte abschlagen. Der Teig muss noch etwas feucht und elastisch sein.
1 Stunde gehen lassen.
Der Teig reicht für 2 Zöpfe und wird in vier Stücke geteilt. Für einen Zopf werden zwei Stränge gerollt und über Kreuz gelegt. Und dann wird so geflochten:
Am Anfang ist der Zopf rund und dick - das Füdli - und wird zum Ende hin immer schmaler. Das Ende wird unter den Zopf geschoben, damit der Abschluss nicht zerfranst.
Den Zopf noch etwas gehen lassen und mit dem restlichen Ei bestreichen.
Den Ofen auf 175 °C vorheizen ( Ober-/Unterhitze) und die Zöpfe ca. 20 - 25 min backen bis sie goldbraun sind.
In der Schweiz bekommt man spezielles Zopfmehl - das ist Weissmehl mit Dinkel angereichert. Dinkel hat einen höheren Anteil an Klebereiweiss als Weizen. Der Teig zieht sich dann weniger zusammen und lässt sich leichter flechten. Aber ein normales Weizenmehl mit einem niedrigen Mahlgrad tut es auch.
Montag, 25. August 2014
Konservierter Sommer
Sie waren zu kurz. Die warmen Tage. Die sonnendurchfluteten Stunden. Nur noch Erinnerungen im Kopf. In Strickjacken gehüllt ahne ich schon den Herbst. Zu früh. Es wird Zeit die Koffer zu packen. In den Zug zu steigen und in den Süden zu fahren. Der Sonne hinterher reisen…...
Beerenmarmelade mit Basilikum
250 g Brombeeren
250 g Johannisbeeren
250 g Himbeeren
Saft von 1/2 Zitrone ( ca. 60 ml)
300 g Gelierzucker ( 3:1)
15 frische Basilikumblätter
Beeren verlesen und waschen. Die Zitrone auspressen. Die Beeren in einem Topf mit einem Kartoffelstampfer andrücken. Zitronensaft und Gelierzucker unter die Beeren mischen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann unter rühren aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Basilikum in die heiße Marmelade geben und fein pürieren. Kurz aufkochen und randvoll in sterilisierte Gläser füllen.
Dazu passt frischer Hefezopf…..
Quelle: Zeitmagazin Nr. 34
Montag, 4. August 2014
Fünfe gerade sein lassen
Die Sommerferien sind da. Die Kinder überglücklich. Endlose Tage Bälle jagen. Hütten im Wald bauen. Zelten am See. Die Eltern strudeln zwischen Arbeit und Kinderglück. Und dann ist es an der Zeit auszusteigen. Für einen Moment. Das Leben findet draußen statt. Mit etwas Glück wird es ab und zu regnen. Dann wird der Ofen geheizt. Und meine Mamakeramik für Ulma herausgesucht….
Bagel eignen sich übrigens hervorragend für ein Picknick auf lauschigen Waldlichtungen. Und die stehen auf unserer Sommerliste sehr weit oben.
Bagel "Caesar Salad"
750 g Weizenmehl (Type 550)
1 1/2 TL Trockenhefe
1 EL Salz
2 EL brauner Zucker
2 EL Olivenöl
Zum Pochieren:
1 EL Kartoffelstärke
1 EL brauner Zucker
2 EL Salz
Das Mehl mit der Hefe und dem Salz in einer Schüssel mischen. 380 ml lauwarmes Wasser mit dem Zucker und dem Öl mischen und unter das Mehl mischen. Alles zu einem glatten, elastischen Teig verkneten. In zehn Portionen teilen und zu kleinen Kugeln formen.
Bagel formen:
Die Kugeln flach drücken und ein Loch in der Größe eines 2 Euro-Stücks in die Mitte bohren.
Oder einen Strang ( ca. 25 cm) formen. In das eine Ende eine Vertiefung drücken, das andere Ende hineinstecken und gut zusammendrücken.
Die Bagel auf ein Backblech legen und mit Mehl bestäuben. Alles mit Frischhaltefolie abdecken und mind. eine Stunde gehen lassen.
Den Backofen auf 225 °C vorheizen und einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Kartoffelstärke, Zucker und Salz mit 250 ml kaltem Wasser verrühren und in das kochende Wasser gießen. Wenn das Wasser kocht, die Hitze verringern, so dass es nur noch simmert. Die Bagel etwa 1 Minute darin pochieren, dann einmal wenden und noch mal 30 Sekunden pochieren. Mit einer Schaumkelle herausholen, abtropfen lassen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech legen. In den Backofen schieben und die Backtemperatur auf 210 °C reduzieren. Die Bagel in ca. 20 - 25 min goldbraun backen.
Dressing:
1 Eigelb
1 EL Zitronensaft
1 TL Dijon-Senf
90 ml Sonnenblumenöl
1 TL Sardellenpaste
1/2 TL Akazienhonig
1 Knoblauchzehe ( zerdrückt)
3 EL geriebener Parmesan
weitere Zutaten:
Salat
Tomate
1 - 2 Hühnerbrustfilets
etwas geriebener Parmesan
Das Eigelb mit dem Zitronensaft und dem Senf verrühren. tröpfchenweise das Öl hinzufügen und kräftig verrühren. Sobald die Mischung emulgiert die übrigen Zutaten für das Dressing hinzufügen.
Salat und Tomate waschen. Hühnerbrust mit Salz und Pfeffer würzen und braten.
Bagel aufschneiden und mit Salat, Tomate und Hühnerbrust belegen. Mit dem Dressing beträufeln und dem Parmesan bestreuen. Den Deckel darauf setzen. Und los…...
Die Kinder mögen ihre Bagel am liebsten mit Frischkäse, Gurke, Hühnchen und Mango…….
Quelle: "New York" von Marc Grossman
Freitag, 18. Juli 2014
Plädoyer
Am Morgen rennt die Zeit - niemand kommt so recht aus dem Bett, aber es gibt so viel zu tun: Brote schmieren, schnell frühstücken, Kinder antreiben, eine grobe Skizze für den Tagesplan entwerfen, Taschen packen, Aufträge verteilen, alle auf den Weg bringen.
Und dabei mag ich so sehr, wenn der Morgen in Ruhe beginnt. Wenn man langsam gemeinsam wach werden kann und die schlaftrunkenen Kinder noch auf dem Schoss sitzen. Wenn man den ersten Kaffee im Bett trinken und in Ruhe in der Zeitung blättern kann. Wenn Frühstückspausen eingeläutet werden, um ein wichtiges Spiel zu spielen. Wenn man die Zeit einfach Zeit sein lassen kann.
Eggs Benedict
4 Eier
Essig
1 frisches Eigelb
1 EL Joghurt
125 g Butter
Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Kresse
4 Scheiben Toastbrot
Kochschinken
Eigelb, Joghurt, Zitronensaft, Salz und Pfeffer vermischen. Die Butter schmelzen und tröpfchenweise untermischen.
Inzwischen viel Wasser in einem großen Topf aufkochen lassen und einen kräftigen Schuss Essig hinzufügen.
Das Toastbrot rösten und den Schinken darauf anrichten. Eier pochieren ( unbedingt darauf achten, dass das Wasser heiß genug ist - das hat mich bei diesem Mal einige Versuche gekostet….).
Eier auf den Schinken setzen und die Sauce darüber verteilen. Kresse regnen lassen und sofort essen.
Quelle: "Morgens" von Karen Schulz und Maren Jahnke
Und dabei mag ich so sehr, wenn der Morgen in Ruhe beginnt. Wenn man langsam gemeinsam wach werden kann und die schlaftrunkenen Kinder noch auf dem Schoss sitzen. Wenn man den ersten Kaffee im Bett trinken und in Ruhe in der Zeitung blättern kann. Wenn Frühstückspausen eingeläutet werden, um ein wichtiges Spiel zu spielen. Wenn man die Zeit einfach Zeit sein lassen kann.
Eggs Benedict
4 Eier
Essig
1 frisches Eigelb
1 EL Joghurt
125 g Butter
Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Kresse
4 Scheiben Toastbrot
Kochschinken
Eigelb, Joghurt, Zitronensaft, Salz und Pfeffer vermischen. Die Butter schmelzen und tröpfchenweise untermischen.
Inzwischen viel Wasser in einem großen Topf aufkochen lassen und einen kräftigen Schuss Essig hinzufügen.
Das Toastbrot rösten und den Schinken darauf anrichten. Eier pochieren ( unbedingt darauf achten, dass das Wasser heiß genug ist - das hat mich bei diesem Mal einige Versuche gekostet….).
Eier auf den Schinken setzen und die Sauce darüber verteilen. Kresse regnen lassen und sofort essen.
Quelle: "Morgens" von Karen Schulz und Maren Jahnke
Montag, 14. Juli 2014
WM-Burger #7: Das große Finale
Nachdem ich es wochenlang mit leisem Spott von aussen beobachtet habe, hat es mich zum Schluss doch noch mitgerissen. Auf dem Sofa - mit Kindern und Chips. Sitzend. Hüpfend. Schlafend. Bald, ganz bald hat uns der Alltag zurück…...
Ohne diesen Blog jetzt zu einem Fuflballblog entfremden zu wollen, aber: Ich hatte bei Beginn des Burger-Projektes nicht gedacht, dass es sieben Artikel werden würden. Viertel-, mit Glück Halbfinale, das war das maximale, was ich Pessimist eingeplant hatte. Ich bin schon schlimmer enttäuscht worden.
Ein Finale wie dieses verlangt natürlich ein bisschen mehr als einfach nur den argentinischen Burger, daher gibt es heute das Doppelpack: Deutschland - Argentinien, das Duell auf dem Teller.
Als nominelle "Heimmannschaft" starten wir mit Deutschland. Es gab so einige Überlegungen - Reibekuchen mit Blutwurst und Apfelmus? Laugenbrötchen mit Weisswurst und Krautsalat? Semmelknödel-Burger mit Schweinebraten? Rollmopsbrötchen? Allzu Ausgefallenes wollte ich aber nun auch nicht mehr auffahren, schließlich wollte ich nicht noch um 21h mit Kochen beschäftigt sein. Deshalb: Der Königsburger. Weitgehend übernommen aus dem hier schon öfter genutzten "The Art of Burger" von Jens Fischer, das ich allen Burger-Fans nur ans Herz legen kann.
Burger-Brötchen
8g Hefe mit 1 TL Zucker in 50 ml Wasser auflösen (lt. Rezept 100ml, mein Teig war aber eindeutig zu feucht. Bei Bedarf nachfeuchten), mit 200g Mehl (405er), 1 Ei, 7g Salz, 10g weicher Butter und 20ml Dickmilch (Ich habe Joghurt genommen) verkneten, 1 Stunde gehen lassen.
In vier Stücke teilen, etwas flach drücken und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Dann bei 180°C in 15 Minuten fertig backen, mit geschmolzener Butter bestreichen und abkühlen lassen.
Brötchen halbieren und Innenseiten toasten, mit Mayonaise bestreichen und einige gehackte Kapern drüberstreuen. Mit Salat belegen, dann mit den Pattys:
Für 2 Personen 200g Kalbshack mit etwas fein gehackten Zwiebeln, 1 TL gehackten Kapern, 1 EL Petersilie, 1 Prise Majoran, Salz und Pfeffer und 2 gehackten Sardellen vermengen, zu Pattys formen und 1 Stunde kalt stellen. Über einem Sud mit Lorbeer, Pfefferkörnern und Nelken in 8-10 min dämpfen.
Pattys mit gegarter Roter Bete (über Nacht in einer Marinade aus Rapsöl, Rotweinessig und Kümmel eingelegt) belegen, mit den oberen Brötchenhälften abschließen.
Das Resultat: Sehr fein. Tatsächlich sehr nah dran an Königsberger Klopsen, die Brötchen waren durch das Bestreichen mit Butter schön weich.
Für Argentinien wäre die naheliegende Variante natürlich ein schlichtes Steak gewesen, Dry Aged Entrecote oder sowas. Aus logistischen wie Budgetgründen zog ich einen argentinischen Fastfood-Klassiker vor: Choripan, im Grunde ein Wurstbrötchen (Choripan: Chorizo und Pan, also Brot).
Hot Dog Brötchen/ Marraquetas (4 Stk.)
250g Weizenmehl
125ml warme (nicht heisse!) Milch
25g weiche Butter (nicht flüssig)
1/2 Ei (Raumtemperatur)
1/2 Würfel Hefe
1/2 TL Salz
1 EL Zucker
Hefe mit etwas Zucker in der Milch auflösen, mit allen Zutaten verkneten. 1 Stunde gehen lassen. In zwei Stücke teilen, zu flachen Quadraten formen und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Die Teiglinge jeweils in der Mitte mit einem Kochlöffelstiel eindrücken, um die Brötchen nach dem Backen mit den Händen teilen zu können. Bei 180°C in 20 Minuten backen.
Chimichurri
So etwas wie die argentinische Nationalsauce, vorzugsweise zu gegrilltem Fleisch gereicht. Wie das so ist mit Nationalgerichten: Es gibt Hunderte Varianten, also ruhig nach eigenem Geschmack variieren.
1 Knoblauchzehe, 1 halbe kleine rote Zwiebel, 1 Chilischote, jeweils fein gehackt, mit 1 TL grobem Salz im Mörser zerreiben. 1/2 Bund Petersilie hacken, mit 1 EL Oregano, dem Saft einer Limette und Olivenöl in den Mörser geben und zu einem Pesto verarbeiten.
Brötchen entzweibrechen, durchschneiden, Innenseiten scharf anrösten, mit Chimichurri bestreichen.
Chorizo in Scheiben schneiden, kurz anbraten, aufs Brötchen und zuklappen.
Mit der Chorizo fast schon etwas zu deftig, aber die Chimichurri spielt einen hervorragenden frischen Kontrast. Die wird auf jeden Fall wieder nominiert.
Ergebnis: Knapper Sieg für den deutschen Burger - etwas raffinierter, etwas ausgewogener, stimmigeres Gesamtbild.
Ohne diesen Blog jetzt zu einem Fuflballblog entfremden zu wollen, aber: Ich hatte bei Beginn des Burger-Projektes nicht gedacht, dass es sieben Artikel werden würden. Viertel-, mit Glück Halbfinale, das war das maximale, was ich Pessimist eingeplant hatte. Ich bin schon schlimmer enttäuscht worden.
Ein Finale wie dieses verlangt natürlich ein bisschen mehr als einfach nur den argentinischen Burger, daher gibt es heute das Doppelpack: Deutschland - Argentinien, das Duell auf dem Teller.
Als nominelle "Heimmannschaft" starten wir mit Deutschland. Es gab so einige Überlegungen - Reibekuchen mit Blutwurst und Apfelmus? Laugenbrötchen mit Weisswurst und Krautsalat? Semmelknödel-Burger mit Schweinebraten? Rollmopsbrötchen? Allzu Ausgefallenes wollte ich aber nun auch nicht mehr auffahren, schließlich wollte ich nicht noch um 21h mit Kochen beschäftigt sein. Deshalb: Der Königsburger. Weitgehend übernommen aus dem hier schon öfter genutzten "The Art of Burger" von Jens Fischer, das ich allen Burger-Fans nur ans Herz legen kann.
Burger-Brötchen
8g Hefe mit 1 TL Zucker in 50 ml Wasser auflösen (lt. Rezept 100ml, mein Teig war aber eindeutig zu feucht. Bei Bedarf nachfeuchten), mit 200g Mehl (405er), 1 Ei, 7g Salz, 10g weicher Butter und 20ml Dickmilch (Ich habe Joghurt genommen) verkneten, 1 Stunde gehen lassen.
In vier Stücke teilen, etwas flach drücken und nochmals 30 Minuten gehen lassen. Dann bei 180°C in 15 Minuten fertig backen, mit geschmolzener Butter bestreichen und abkühlen lassen.
Brötchen halbieren und Innenseiten toasten, mit Mayonaise bestreichen und einige gehackte Kapern drüberstreuen. Mit Salat belegen, dann mit den Pattys:
Für 2 Personen 200g Kalbshack mit etwas fein gehackten Zwiebeln, 1 TL gehackten Kapern, 1 EL Petersilie, 1 Prise Majoran, Salz und Pfeffer und 2 gehackten Sardellen vermengen, zu Pattys formen und 1 Stunde kalt stellen. Über einem Sud mit Lorbeer, Pfefferkörnern und Nelken in 8-10 min dämpfen.
Pattys mit gegarter Roter Bete (über Nacht in einer Marinade aus Rapsöl, Rotweinessig und Kümmel eingelegt) belegen, mit den oberen Brötchenhälften abschließen.
Das Resultat: Sehr fein. Tatsächlich sehr nah dran an Königsberger Klopsen, die Brötchen waren durch das Bestreichen mit Butter schön weich.
Für Argentinien wäre die naheliegende Variante natürlich ein schlichtes Steak gewesen, Dry Aged Entrecote oder sowas. Aus logistischen wie Budgetgründen zog ich einen argentinischen Fastfood-Klassiker vor: Choripan, im Grunde ein Wurstbrötchen (Choripan: Chorizo und Pan, also Brot).
Hot Dog Brötchen/ Marraquetas (4 Stk.)
250g Weizenmehl
125ml warme (nicht heisse!) Milch
25g weiche Butter (nicht flüssig)
1/2 Ei (Raumtemperatur)
1/2 Würfel Hefe
1/2 TL Salz
1 EL Zucker
Hefe mit etwas Zucker in der Milch auflösen, mit allen Zutaten verkneten. 1 Stunde gehen lassen. In zwei Stücke teilen, zu flachen Quadraten formen und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Die Teiglinge jeweils in der Mitte mit einem Kochlöffelstiel eindrücken, um die Brötchen nach dem Backen mit den Händen teilen zu können. Bei 180°C in 20 Minuten backen.
Chimichurri
So etwas wie die argentinische Nationalsauce, vorzugsweise zu gegrilltem Fleisch gereicht. Wie das so ist mit Nationalgerichten: Es gibt Hunderte Varianten, also ruhig nach eigenem Geschmack variieren.
1 Knoblauchzehe, 1 halbe kleine rote Zwiebel, 1 Chilischote, jeweils fein gehackt, mit 1 TL grobem Salz im Mörser zerreiben. 1/2 Bund Petersilie hacken, mit 1 EL Oregano, dem Saft einer Limette und Olivenöl in den Mörser geben und zu einem Pesto verarbeiten.
Brötchen entzweibrechen, durchschneiden, Innenseiten scharf anrösten, mit Chimichurri bestreichen.
Chorizo in Scheiben schneiden, kurz anbraten, aufs Brötchen und zuklappen.
Mit der Chorizo fast schon etwas zu deftig, aber die Chimichurri spielt einen hervorragenden frischen Kontrast. Die wird auf jeden Fall wieder nominiert.
Ergebnis: Knapper Sieg für den deutschen Burger - etwas raffinierter, etwas ausgewogener, stimmigeres Gesamtbild.
Donnerstag, 10. Juli 2014
Pläne
Noch haben die Burger den Blog fest im Griff. Wer hätte das auch gedacht!
Während ich somit eine kleine Pause mache und Sören im Brotladen walten lasse, streife ich in freien Momenten über den Markt und freue mich über den Sommer. Vor meinen Augen habe ich Bilder von Picknicks in der Eilenriede, Gartenfesten und ausgedehnten Sonntagsfrühstücke. Noch kommen uns zu viel Arbeit, Kinderkrankheiten und das launische Wetter in die Quere. Aber so schnell gebe ich nicht auf…...
Quelle: "Salsa und Dip" von Manuela Rüther
Während ich somit eine kleine Pause mache und Sören im Brotladen walten lasse, streife ich in freien Momenten über den Markt und freue mich über den Sommer. Vor meinen Augen habe ich Bilder von Picknicks in der Eilenriede, Gartenfesten und ausgedehnten Sonntagsfrühstücke. Noch kommen uns zu viel Arbeit, Kinderkrankheiten und das launische Wetter in die Quere. Aber so schnell gebe ich nicht auf…...
Ofenpfirsich-Kirschtomaten-Salsa
125 g Kirschtomaten
1 - 2 reife Pfirsiche
50 g Feta
Salz, Pfeffer,
2 EL Olivenöl, 2 EL Honig
1 EL Zitronensaft
Rosmarin
Backofen auf 220 °C vorheizen. Pfirsiche, Tomaten und Feta grob würfeln. Alles auf ein Backblech geben, mit Salz und Pfeffer mischen und mit Olivenöl, Honig und Zitronensaft beträufeln. Rosmarin fein hacken und über die Pfirsichen streuen. Alles mit den Händen vermischen und im Backofen auf der obersten Schiene ca. 20 min backen. Wenn die Pfirsiche weich sind, das Blech herausnehmen, in eine Schüssel umfüllen und mit einem Pürierstab zu einer Salsa verarbeiten. Wer es feiner mag, kann die Masse noch durch ein Sieb streichen. Abkühlen lassen.
Röstbrot
Baguette, das schon ein bis zwei Tage alt ist, in dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl beträufeln und mit Thymian oder gehacktem Rosmarin bestreuen.
Bei 180 °C ca. 10 - 15 min goldbraun backen.
Quelle: "Salsa und Dip" von Manuela Rüther
Montag, 7. Juli 2014
WM Burger #6: Brasilien
Dieses Mal war er sehr unscheinbar. Ein flaches Brötchen, wenig Farbe und auch das Fleisch, dass sich aus dem Wolf drehte, hatte nicht das tiefe Rot wie beim letzten Mal. Aber stille Wasser sind tief. Und Sören unermüdlich beim Forschen - welche Gewürze und Zutaten braucht ein Burger, um ein Land zu zeigen?! Hier verbinden sich Polenta, Petersilie und Orange mit Fleisch und Bohnen zu einem sambalesken Tanz…..

Es war ja auch an der Zeit, dass das Gastgeberland sich mal die Ehre geben darf. Ich muss allerdings gestehen über die brasilianische Küche wenig zu wissen, was über Limetten, Maracujas, schwarze Bohnen und viel Fleisch hinausgeht. Was angesichts von über 200 Millionen Einwohnern und zahlreichen Regionalküchen ungerecht sein mag, aber der Burger soll ja nicht höher als der Zuckerhut werden. Inspiriert vom brasilianischen Nationalgericht Feijoada stapele ich stattdessen, nunja, schwarze Bohnen, viel Fleisch und Limetten aufeinander.
So der Plan. Eine echte Feijoada complete umfasst unter anderem Trockenfleisch, Zunge, Ohren und Füße vom Schwein, Räucherwürstchen, geröstetetes Maniokmehl, gedünsteten Couve Mineira (ein brasilianischer Kohl), Orangenscheiben sowie Molho da Pimenta. Puh. Sehen wir mal, was sich machen lässt.
Maisbrötchen
120g Polenta mit 150g Mehl 550, je 1 TL Backpulver und Natron, 1/2 TL Salz und 1 EL Zucker vermischen. 25g weiche Butter mit 100ml Buttermilch und 1 Ei verr¸hren, mit der Mehlmischung vermengen. 4 Brˆtchen formen und bei 210∞C in 20 Min backen.
Das war doch nicht allzu schwer, oder? Nun die Molho da Pimenta, dann wären die Limetten auch gleich abgehakt.
Molho da Pimenta
1 Knoblauchzehe, 1 kleine Zwiebel, 1 Chilischote feinhacken und mit 1 TL Salz im Mˆrser zu einer Paste verreiben. Je 1/2 Bund Petersilie und Koriander grob schneiden, dazu geben und ebenfalls zerdr¸cken. Mit dem Saft einer Limette und 2 EL Olivenˆl abschmecken, durchziehen lassen.
Bei einer originalen Feijoada werden die schwarzen Bohnen nun stundenlang mit den diversen Fleischstücken gekocht - aufgrund diverser Beschaffungsschwierigkeiten (ich gebe ja zu, ich hatte auf Kolumbien im Halbfinale getippt und geriet dann in Zeitprobleme) muflte ich leider auf Schweinefüße, -ohren, -zunge, Trockenfleisch sowie eingeweichte schwarze Bohnen verzichten.
Für die Bohnenpaste nahm ich stattdessen Wachtelbohnen, die ich mit wenig Wasser, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Cayenne-Pfeffer einkochte und dann pürierte. Das Ergebnis? Schmeckte nach pürierten Bohnen. Also mischte ich ein bisschen von der Limettensaft-Olivenöl-Mischung unter, die sich von der Molho abgesetzt hatte - was der Paste die gewünschte Frische verlieh, ästhetisch aber auch nicht mehr viel retten konnte.
Für den Burger wolfte ich zu gleichen Teilen geräuchertes Kassler vom Nacken und Beinscheibe vom Rind. Dazu kam noch etwas Cabanossi für die pikante Note. Falls Ihr Schweineohren bekommt, nur zu, ersatzweise wäre wohl ein wenig Bauchspeck auch nicht verkehrt gewesen.
4 Burger formen und für 30-45 Minuten in den Kühlschrank stellen.
So. Was fehlt noch zu einem authentischen Feijoada-Burger? Maniokmehl? Nicht bekommen. Couve Mineira? Pfff. Orangenscheiben? Leichtigkeit!
Maisbrötchen aufschneiden, eine Hälfte mit Bohnenpaste bestreichen, die andere Hälfte mit Molho da Pimenta. Patty und Orangenscheibe darauf. Statt Couve Mineira kann man noch gedünstete Kohlrabiblätter ergänzen, die ich, nunja, auch nicht bekommen habe. Geschmeckt hat der Burger trotzdem.

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