Sonntag, 30. März 2014

Im Wald




Es rauscht in den Baumkronen. Wir wagen uns tiefer und tiefer in den Wald hinein. Lassen den Blick schweifen. Palmen wachsen einträchtig neben kleinen Tannen. Sternenbüsche wuchern im Unterholz. Terrassenförmig wachsen manche Bäume in den Himmel. Wenn man den richtigen Weg findet, sieht man auf einer kleinen Lichtung einige scheue Dinosaurier….

Wir nutzen die letzten kühlen Tage und backen grüne Kekse. Die Kinder suchen sich alle Ausstecher zusammen, die etwas mit Wald und Bäumen zu tun haben. Wir färben den Teig mit Lebensmittelfarbe. Mehr und mehr - damit die Bäume auch endlich grün werden. Und dann beginnt das Bauen. Getrocknete Aprikosen und Pflaumen werden zu Baumstämmen. Apfelringe stützen die Dinosaurier. Der Wald wächst.





Buttergebäck

300 g Mehl
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
200 g Butter ( in Stückchen)
2 - 3 TL grüne Lebensmittelfarbe ( laut Rezept ist es nur ein TL, aber dann wird der Text eher grau als grün….)
1 EL Kakao

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und ca. 30 min kalt stellen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 5mm dick ausrollen. Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech  setzen. Im vorgeheizten Backofen 10 - 12 min bei 180 °C backen. Abkühlen lassen.

200 g  Schokolade schmelzen
200 g getrocknete Früchte in Scheiben und Stangen schneiden.

Ein Plätzchen als Sockel wählen. Die getrockneten Früchte von beiden Seiten mit Schokolade bestreichen und die Bäume wachsen lassen. Da es für Kinder recht lange dauert bis die Bäume getrocknet sind, genügend Gläser bereithalten, um die Bäume zu stützen.



Quelle: "Backen und Bauen" von Kreider-Stempfle/Frensemeier

Mittwoch, 26. März 2014

Vom Falten und Rollen


Die Baguettes haben mich nicht losgelassen. Nach dem letzten Desaster wollte ich unbedingt wissen, wie es geht. Ein neues Rezept wurde auf den Prüfstein gestellt. Eines Sonntags kam Thu mit Familie vorbei und wir verbrachten den Tag mit einer kleinen Versuchsreihe. Ein Teil de Brote wurde gerollt, der andere Teil gefaltet. Die Kinder entwickelten ganz eigene Knetmethoden. Brot am Stiel - eine Technik, die ich unbedingt weiter verfolgen möchte……

Wir haben nicht herausgekriegt, welches die richtige Methode ist. Alle Brote hatten eine schöne Kruste und waren im Inneren fluffig, großporig und sehr lecker. Mehr wollten wir nicht.


Baguette

Vorteig
5 g frische Hefe
300 ml kaltes Wasser
300 g Weizenmehl

Hauptteig
15 g frische Hefe
300 ml kaltes Wasser
1 Rezeptmenge Vorteig
1 EL Salz
1 EL Zucker
500 g Weizenmehl

grobes Meersalz

Für den Vorteig die Hefe in dem Wasser auflösen. Das Mehl hinzufügen und alles zu einem klebrigen Teig verarbeiten. Den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
Für den Hauptteig wieder die Hefe in dem Wasser auflösen. Den Vorteig, Salz, Zucker und das Mehl hinzufügen und alles zu einem elastischen Teig verkneten. Den Teig mit einem Küchentuch abgedeckt etwa 1 1/2 Stunden gehen lassen.
Den Backofen auf 240 °C vorheizen.
Den Teig auf auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, vierteln und jedes Teil vorsichtig mit den Fingern zu einem langen Rechteck formen.
Jedes Rechteck von der langen Seite aus aufrollen und die Enden zu Spitzen formen. Die Stangen auf ein Blech ( gefettet, mit Backpapier ausgelegt oder auf ein Baguetteblech) setzen.
Mit einem Küchentuch abgedeckt nochmals eine Stunde gehen lassen.
Die Baguettes mit Wasser bestreichen, mit Meersalz bestreuen und mit einem Messer mehrmals schräg einritzen.
Die Brote in der Mitte des Ofens einschieben und ca. 30 min backen. Sobald sie Farbe angenommen haben, die Temperatur auf 200 °C senken. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Wer die Brote lieber falten möchte, schaut es sich bei Lutz Geißler an: "Das Brotbackbuch"

Quelle: "Noch ein Stück" von Leila Lindholm



Donnerstag, 20. März 2014

Burgerliebe


Burger und ich waren nie wirklich dicke Freunde. Auf längeren Autoreisen habe ich mich oft zähneknirschend dem Familienwillen unterworfen. Für den einen ein willkommener Grund endlich wieder einen Cheeseburger zu bestellen, für die anderen eine große Freude über das Spielzeug in der Kindertüte. Und mir fehlten an den Auto-Raststellen einfach die Argumente, weil alles grau und pappig aussah. Es gab klar eingeteilte Lager, bis mir dieses Buch in die Finger gefallen ist. Ich konnte nicht mehr aufhören darin zu blättern. Bilder von aufeinander getürmten Aromen, Farben und Gerüchen wanderten an meinen Augen vorbei. Ganz plötzlich hat sich der Blickwinkel gedreht.
Andere Türme gibt es übrigens auch hier.


Burger Caprese
( 4 Portionen )

500 g  Rinderhack
2 Kugeln Büffelmozzarella
100 g Rucola
20 ml alter Balsamico
2 Strauchtomaten
4 Oliven-Focaccia
50 g Mayonnaise
4 EL Pesto
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Olivenöl zum Braten und Marinieren

Das Hackfleisch mit 1/2 TL Salz und 1/4 TL Pfeffer würzen, zu vier gleich großen Pattys ( so heißt es tatsächlich: ca. 1,5 -2 cm dick) formen, in die Mitte eine Mulde drücken und kalt stellen.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Pattys in Olivenöl von beiden Seiten scharf anbraten und im Ofen ca. 8 Minuten fertig garen.
Den Mozzarella in Scheiben schneiden, mit Salz, Pfeffer und Olivenöl marinieren.
Den Rucola waschen, trocken schütteln und mit Olivenöl und 10 ml Balsamico marinieren.
Die Tomate vom Stielansatz befreien und in Scheiben schneiden.
Die Brötchen halbieren und die Innenseiten toasten.
Die Mayonnaise mit dem restlichen Balsamico vermischen und auf den Unterseiten verstreichen.
Den Rucola darauf verteilen, die Tomatenscheiben auflegen, die Pattys daraufsetzen, mit den Mozzarellascheiben belegen, mit je einem Löffel Pesto garnieren und mit den Deckeln abschließen



Oliven-Focaccia

250 g Mehl (Type 405)
10 g Hefe
125 ml Wasser
1/2 TL Salz
1 EL Olivenöl
1 EL schwarze Oliven, fein gewürfelt
Olivenöl zum Bestreichen
Grobes Meersalz zum Bestreuen

Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe hinein bröckeln, 25 ml lauwarmes Wasser hinzugeben und zu einem Vorteig verrühren. Eine Weile ruhen lassen. Etwa 100 ml lauwarmes Wasser, Salz, Öl und Oliven hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig im Kühlschrank zwei Stunden gehen lassen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig in vier Portionen teilen, Brötchen formen und auf das Blech setzen. Mit Olivenöl bestreichen, Meersalz bestreuen und ca. 30 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Focaccia im heißen Ofen ca. 15 Minuten backen.

Quelle: "The Art of Burger" von Jens Fischer/Maria Brinkop

PS: Ich habe bei der Buchempfehlung bewusst einen Link zu einer kleinen Buchhandlung in Hannover geschaltet. Wenn ich es vermeiden kann und meine Bequemlichkeit in den Griff bekomme, versuche ich - besonders bei Büchern - nicht über große Firmen im Internet zu bestellen, sondern eher die kleinen Buchhandlungen zu unterstützen. Am besten kauft ihr das Buch sowieso beim Buchhändler eures Vertrauens!





Montag, 17. März 2014

Über mich


Gerade habe ich es erst gesehen - über mich heute bei MiMa. Vielen Dank Indre, es gefällt mir sehr…. Ich freue mich, dass Du mich gefragt hast!

Samstag, 15. März 2014

Versuchskaninchen


Der Mann sitzt am Schreibtisch und versucht zu arbeiten. Von Zeit zu Zeit wird ihm von der Seite ein Teller zugeschoben. "Schon wieder?" murmelt er. Ich nicke, bleibe abwartend stehen. Prüfender Blick. "Kartoffel und Brot geht nicht - das sind zu viele Kohlenhydrate!" Der Mann ist Proband und Kritiker in einem. Und er redet nichts schön. Meistens hat er recht. Dieses Mal bin ich anderer Meinung. Bagels und gegrillte Süßkartoffeln sind eine feine Kombination. Süß und herzhaft. Entschlossen nehme ich die Kamera und halte das Ergebnis im schwindenden Tageslicht fest.

Bagel mit gegrillter Süßkartoffel und Bacon


Bagel
Süßkartoffel
Bacon
Spinat
Butter
Kräuter ( nach Wahl)
Salz
Olivenöl

Butter mit Kräutern und Salz mixen und zur Seite stellen. Die Süßkartoffel in Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl bestreichen und mit dem Bacon in der Grillpfanne braten. Eine Handvoll Spinat waschen und trocken schleudern. Bagel aufschneiden und die Innenseiten rösten. Dann mit der Butter bestreichen und mit der Süßkartoffel, dem Bacon und den Spinatblättern belegen.

Bagels (herzhafte Variante)

500 g Weizenmehl (Type 550)
350 ml Milch
1 Würfel Hefe
3 EL Zucker
1-2 TL Salz
2 TL Natron

Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken.  Milch lauwarm erwärmen und die Hefe und den Zucker darin auflösen. In die Mulde gießen und mit etwas Mehl zu einem Vorteig vermischen. Zugedeckt 15 Minuten gehen lassen.
Mehl und Salz hinzufügen und auf einer Arbeitsfläche kräftig durchkneten. Den Teig zu einer festen Kugel formen und zugedeckt eine Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Teig in zwölf Teile teilen und zu Kugeln formen. Ein Loch in die Kugeln bohren und es vorsichtig vergrößern ( bis es die Größe einer 2 Euro-Münze hat).
In einem Topf 2 Liter Wasser mit dem übrigen Zucker und dem Natron aufkochen. Die Bagels jeweils 15 Sekunden in dem Wasser garen. Herausnehmen, abtropfen lassen und auf mit Backpapier ausgelegte Bleche setzen.
15 - 18 Minuten im Ofen goldbraun backen lassen.

Quelle: "Sandwich & Toast" von Margit Proebst



Mittwoch, 12. März 2014

Good bye


Wir sind aus der Zeit gerissen. Unsere liebsten Nachbarn haben ihre Koffer gepackt und sind nach Australien ausgewandert. Das Damoklesschwert schwebte schon eine ganze Weile über uns, aber wir haben es einfach ignoriert. Und dann war plötzlich der Tag da. Hat uns überrumpelt und traurig gemacht. Kein leises Klopfen mehr an der Tür. Keine Kinder mehr, die hereinstürzen, die unsrigen suchen. Niemand da, bei dem man sich zu jeder Tages- und Nachtzeit Milch ausleihen kann. Niemand da, mit dem man Tee trinken und plaudern kann, ohne sich groß verabreden zu müssen. Sie fehlen uns. Sehr.
Ein kleiner wehmütiger Gruss nach Down Under…..

Hot Cross Buns

Für den Hefeteig:
180 ml Milch
1/2 Würfel Hefe
50 g Puderzucker
1/2 Bio-Zitrone
500 g Weizenmehl (Type 405)
1/2 TL Salz
1/2 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlener Muskat
150 g weiche Butter
2 Eier
100 g Korinthen

Für den Mürbeteig:
50 g Weizenmehl (Type 405)
15 g Puderzucker
30 g Butter

Außerdem:
50 g Zucker

Milch lauwarm erwärmen. Hefe zerbröckeln, mit einem EL Puderzucker in der Milch auflösen. Zugedeckt 10 min stehen lassen. Zitrone heiß waschen, trocken reiben und die Schale fein abreiben. Mit Mehl, Salz, Gewürzen und dem übrigen Puderzucker mischen. Butter, Milch-Hefe, Eiern und Korinthen unterkneten und zugedeckt ca. zwei Stunden zugedeckt gehen lassen.
Inzwischen die Zutaten für den Mürbeteig mit 1 EL Wasser verkneten und 30 Minuten kühl stellen. Dann ausrollen und in 24 Streifen schneiden (1x8 cm) schneiden. Wieder kühl stellen.
Den Hefeteig in 12 Portionen teilen und kleine Kugeln formen. Bleche mit Backpapier auslegen, Kugeln darauf setzen und kreuzförmig mit den Mürbeteigstreifen belegen. Dabei die Unterseite der Streifen mit etwas Wasser bepinseln und leicht andrücken. Brötchen zugedeckt noch mal 15 Minuten gehen lassen. Backofen auf 200 °C vorheizen und die Brötchen 20 - 25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Abkühlen lassen.
Zucker mit etwas Wasser ( 1 - 2 EL) erhitzen, bis er karamellisiert. Nochmals 2-3 EL Wasser hinzufügen, um den Sirup los zu kochen. Die Brötchen sofort damit bepinseln, und dabei die Kreuze aussparen.

Quelle: "Drunter & Drüber" von Schulz/Jahnke



Donnerstag, 6. März 2014

Pausenbrot No.2


In letzter Zeit kommen die Brote oft zurück. Einmal angebissen und dann achtlos in die Dose zurück geworfen. Stattdessen will der Große kleine Salamistangen mitnehmen. In der Schule finden scheinbar wilde Tauschaktionen statt. Und manchmal haut eines der Schulkinder sein Taschengeld beim nächsten Kiosk auf den Kopf und schmeißt eine Runde. Schon hat man verloren. Mit seinem Brot. Bagels dagegen findet er aber an sich spannend. Allein die Form weckt sein Interesse. Kein misstrauischer Blick, was ihm da  wieder untergejubelt wird. Damit zuckelt er zufrieden los. Vielleicht ist es auch heisse Ware für die nächste Tauschbörse….


Apfel-Zimt-Bagel

150 ml Apfelsaft
getrocknete Apfelringe
500 g  Weizenmehl ( Type 550)
300 ml Milch
1 Würfel Hefe (42g)
4 EL Zucker
1 EL gem. Zimt
1/2 TL Salz
2 TL Natron
Frischkäse

Den Apfelsaft erhitzen und die Apfelringe hinzufügen, dann zugedeckt abkühlen lassen. Inzwischen das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken. Die Milch lauwarm erhitzen, die Hefe und 2 EL Zucker darin auflösen. In die Mulde gießen und mit etwas Mehl einen Vorteig bereiten. 15 min zugedeckt gehen lassen.
Die Apfelringe ausdrücken und klein würfeln. Mehl und Vorteig verrühren, Apfelwürfel, Zimt und Salz hinzufügen. Den Teig 5 Minuten auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten, zur Kugel formen und 1 Stunde zugedeckt gehen lassen.
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Aus dem Teig 12 Bagels formen ( das Loch in der Mitte sollte so groß wie ein 2 Euro-Stück sein. Sonst wächst es wieder zu…). Zwei Liter Wasser mit Natron und dem übrigen Zucker aufkochen, die Bagels für jeweils 15 Sekunden hineingeben. Auf die mit Backpapier ausgelegten Bleche setzen und 15 - 18 Minuten backen.
Abgekühlte Bagels aufschneiden und mit Frischkäse bestreichen. Oder Marmelade. Oder nix.

Quelle: "Sandwich &Toast" von Margit Proebst

Montag, 3. März 2014

Brotwellen


Dieses Mal habe ich den Kontaktgrill so sehr zusammengedrückt, dass das Brot eine ganz neue Form angenommen hat. Die schwarzglänzende Tapenade sucht sich ihren Weg in den gerösteten Wellen. In rot und grün ringeln sich Schinken und Rucola auf dem Olivenbett. So kann die Woche beginnen….

Brot mit Serrano-Schinken

Schwarze Oliven ohne Kern
Olivenöl
etwas frischer Thymian
Meersalz
Bauernbrot ( ich habe Dinkelbrot genommen)
Serrano- oder Parma-Schinken
Rucola

Die Oliven fein hacken. Mit Olivenöl, Thymian und etwas Salz pürieren. Das Brot toasten oder in der Pfanne rösten. Dann mit der Tapenade bestreichen und mit Schinken und Rucola belegen.