„Ein Winterbrot“, schrieb Tomke. Was genau soll denn ein Weihnachtsbrot sein? Mit Lebkuchengewürz? Nein, Weihnachten ist vorbei und das ist auch gut so. Kohl-Speck-Brot? Das würde passen, allerdings nur bei einem Winter, der seinen Namen auch verdient. Es läuft also wie meistens auf -Opposition hinaus. Schlimm genug, dass es momentan keine Tomaten gibt, die man als solche erkennen kann, ganz zu schweigen vom Kohl-und-Kartoffel-Sammelsurium auf dem Markt, da will man nicht auch noch vom Brot an den Mangel an Sonnenlicht erinnert werden.
Im Nachhinein stellte sich leider heraus, dass die abgeriebene Schale einer Zitrone und 1 EL Rosmarinnadeln nicht besonders viel Wirkung hinterließ – Ich hätte es wohl doch erst kurz vor Ende über das Brot streuen sollen. Sei es drum, ich half beim Frühstück mit Zitronenmarmelade nach und vertilgte den Rest anderntags als Sandwich mit Thunfisch, gelber Paprika, Zitronenmayonaise, Kapern und Salat. Hätte ich noch schwarze Oliven vorrätig gehabt, hätte man es „à la niçoise“ nennen dürfen.

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